Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Mär3

Freemium als Geschäftsmodell

Kürzlich fand ich - wie schon oft - einen vielversprechenden Artikel bei Tyner Blain. Diesmal ging es um die tatsächlichen Vorteile des Freemium-Geschäftsmodells. Freemium als Begriff ist seit 2006 in Gebrauch - nach einem Artikel von Fred Wilson. Das Geschäftsmodell meint nichts anderes, als dass nicht jeder Anwender bezahlt. Die Anwender entscheiden, wie sie die Anwendung nutzen wollen. Einen Teil eines Programms oder Service ist kostenlos, die Premium-Version ist dann kostenpflichtig. Wir kennen das Modell aus dem Web durch Skype und Flickr, noch länger als eingeschränkte Nutzungsmodelle von Shareware- oder Vollversionen.

Tyner Blain beschreibt in seinem Artikel etwas hintergründiger, warum das Modell erfolgreich ist bzw. für welche Geschäfte es sich das Modell lohnt. Und dass seine eigentliche Herausforderung eigentlich ist, aus den freien Anwendern zahlende zu machen. Denn die Rechnung, die dem Modell zugrunde liegt, geht nicht immer oder während des gesamten Nutzenzyklus auf. Die von Tyner Blain als entscheidend gestellte Frage ist die:

“What percentage of your users will pay when a free version is available?”

Wieviele Anwender also werden auf jene Funktionen zurückgreifen, die nur in der Premium-Version verfügbar sind. Das scheint tatsächlich eine difizile und für den Erfolg wichtige Frage zu sein. Wenn zum Beispiel - wie bei einigen Online-Angeboten - zu viel bereits in den Premiumbereich fällt, füllt man sich schnell “abgezockt” - Es baut sich ein generelles Misstrauen inklusive Widerstände auf. Wird der Funktionsumfang zu grosszügig angeboten, wird kaum jemand die kostenpflichtige Version einsetzen. Erschwerend kommt für eine sinnvolle Antwort kommt sicher hinzu, dass die Frage von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich wird beantwortet werden müssen.

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Jan15

Vorhersagen für Business Intelligence 2009

Neben den Listen am Ende eines Jahres sind die Vorhersagen am Beginn eines neues beliebte Beschäftigung - sowohl in der Unterhaltungsindustrie als auch auf Business-Blogs. Einige davon sind tatsächlich nützlich oder interessant oder beides. - Wie diese Liste, die ich heute kurz zusammenfassen möchte: Was wird 2009 für Business Intelligence bringen (und was womöglich nicht). Das hat Timo Elliott auf seinem BI Question Blog als Umfrage ausgegeben. Die Ergebnisse sind aufschlussreich - und am Ende des Jahres könnte dann innegehalten und die Vorhersage überprüft werden. (Leider geht das dann beim Erstellen der Jahresendlisten immer unter, die Überprüfung der Jahresanfangprognosen).

Umfrage

Nicht weniger interessant ist die Liste der Meinungen, die Timo Elliott aus allen erdenklichen Blogs zum Theme zusammengetragen hat. Das ist eine feine komprimierte Zusammenstellung über Tools und Trends im BI-Zirkus. Aus meiner Sicht trifft James Taylor (Decision Management Blog) den Nagel am besten auf den Kopf. Deshalb zitiere ich hier mal das Zitat:

  • Cloud computing will impact decision management
  • More use of analytics by systems rather than people
  • More focus on rules from application and platform vendors
  • More business rule vendors
  • More rules in Business Process Management
  • Business rules to decision management
  • Pre-built decisioning components
  • Simulation and scenario management
  • More business user control

Seinen vollständigen Artikel kann man auf JT on EDM nachlesen.

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Dez10

Studien für ein besseres IKT-Gefühl

Wieder eine Studie - diesmal informativ und brandneu - wie der Mittelstandsblog zu berichten weiss. Vergangenen Freitag übergaben Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft dem deutschen Bundeswirtschaftsministerium dieses Dokument zur Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie. Fazit sind acht Leitgedanken für ein wettbewerbsfähiges Deutschland.

  1. Die „Digitale Spaltung“ wird eine Elite herausbilden, die die Entwicklung Deutschlands prägen wird
  2. Allgegenwärtiger Internetzugang ist Voraussetzung für die Entwicklung netzbasierter Anwendungen
  3. Innovationen der IKT werden die Bedürfnisse der Menschen nach Gesundheit und Wellness verändern
  4. Bedeutung von Innovationen in der Informations- und Kommunikationstechnologie für unser Zuhause der Zukunft
  5. Treiber für IKT-Innovationen, die unsere Arbeitswelt verändern werden  16
  6. Der Einsatz von IKT für einen optimierten Energieverbrauch kann der IKT-Branche zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen  17
  7. Wirtschaftliche Bedeutung von eingebetteten Systemen  18
  8. Wichtige Aspekte für einen Mentalitätswechsel und damit verbundene höhere Gründungszahlen von Unternehmen

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Treiber für IKT-Innovationen, die unsere Arbeitswelt verändern werden

Der Bericht ist der Abschluss einer ersten Projektphase und soll in den kommenden fünf Jahren fortgesetzt werden. Er enthält konkrete Handlungsempfehlungen für Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler. Zudem ist das Papier für die strategische Unternehmensplanung eine wertvolle Hilfe. Denn die gesamte Untersuchung ist bis auf 2020 geplant und gibt interessante Hinweise für eine langfristig gedachte Unternehmensperspektiven.

Die 90seitige Studie “Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie” steht als kostenloser Download zur Verfügung.

Dez2

Banker-Ansichten zum Web 2.0

James Gardner ist so etwas wie ein typischer Banker. Er schreibt regelmässig Blogbeiträge und das liest sich wie die Innenansicht der Branche. Am Freitag gab es einen vielkommentierten Artikel zu der Frage, warum Banken nichts mit sozialen Netzen am Hut haben.

If there was a business reason to be in social media, banks would flock there pretty quickly. It took 5 or so years for the flock to get there with Internet banking, and it will probably take as along for mobile. Social media has been around for more than 5 years, and I’m not seeing much flocking.

Nun, es könnte natürlich sein, dass Banken nicht immer vorn an den Innovationsfestivals mitspielen. Seis drum. Der Artikel selbst ist eine Reaktion auf eine Präsentation eines Chris Skinner, die genau das Gegenteil behauptete. Dass nämlich Banken schleunigst den Weg in die sozialen Netze nehmen sollten.

Zurück zu James Gardner, der einen fast zynischen Kommentar zu sozialen Netzen wie Facebook oder Myspace abgibt. Man ist schnell geneigt, ihm darin Recht zu geben bzw. fühlt sich bestätigt, wenn man seine Abschlussanalyse zu den Inhalten in zum Beispiel Facebook liest.

… it suggests to me you can build engagement with social media on things that are unimportant and irrelevant. But when you say things which, theoretically, would be interesting and useful, paradoxically, no one cares. Social media is a channel optimised for the insignificant.

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Nov25

Microsofts BI-Konferenz in Wien

Nachdem im letzten Jahr die Resonanz auf die Konferenz zu Business Intelligence so gross war, hatte Microsoft eine Folgeveranstaltung in Aussicht gestellt. Die wird diese Woche im Wiener Leopoldmuseum stattfinden . Am Donnerstag, den 27.11. - um genau zu sein. Das Thema Business Intelligence gehört nach Gartner zu den 10 wichtigsten IT-Strategien 2009 (siehe hier). Kein Wunder wird auf der Konferenz nicht gekleckert. Andy Kamlet, Marketing-Chef und Ian MacDonald (BI Lead in Westeuropa) präsentieren ihre Vorstellung von 360° Business Intelligence.

Das Programm klingt interessant und vor allem die Panels am Nachmittag könnten den einen oder anderen v

  1. Richtige Entscheidungen treffen
  2. Microsoft Business Intelligence – Lösung und Vision
  3. Die CFO-Rolle im Umbruch
  4. 360° Business Intelligence

Nachmittags gibt es dann Vorträge von BI-Partnern, die hauptsächlich angewandte Projekte vorstellen. Mich persönlich würden “Data Mining - Konzepte und Anwendung” und “Forecasting in der Praxis” besonders interessieren. Es reicht längst nicht mehr, Analyse und Reporting als Instrumente für automatisierte Entscheidungen einzusetzen: Stichwort Voraussagbarkeit. Die gesammelten Daten müssen wesentlich effizienter genutzt werden. Darüber versprechen die Vorträge Auskunft zu geben.

weiterführende Information
Tagesprogramm
zum Konferenz-Blog

Nov21

Von der Information technology zur Business Technology

Auf James Taylor’s Decision Management finde ich immer wieder informative Diskussionen und Anregungen. Gestern gab es einen Dreiteiler zum Thema Business Technologie bzw. warum es so wichtig ist, jene Transformation von der Informationstechnologie (IT) zur Business Technology (BT) zu vollziehen. Denn die Kontrolle über die technologischen Systeme bzw. von ihnen gesteuerte Prozesse zurückzugewinnen - ist ja nicht umsonst auch ein so wichtiges Thema des Business Rules Managements. Und weil das im Artikel benutzte Eingangszitat eines anderen Bloggers so treffend ist, übernehme ich es einfach mal und gehe dann etwas auf die drei Blogeinträge ein.

“If we don’t get from IT (Information Technology) to BT (Business Technology) we’re going to have more disasters like our present mortgage meltdown. Why? Because IT creates impenetrable systems that human beings can’t manage. BT is about human beings back in control” (George Colony in BPM and SOA: Where IT Is Going if Real People Take It There )

Nach James Taylor sind die Kernelemente dieses Wechsels von der Informations- zur Business-Technologie folgende:

  • Business control - Wie lassen sich die aktuellen IT-Systeme im täglichen Business effizient nutzen?
  • Business agility - Wie kann die (technische) Schwerfälligkeit der IT mit den Bedürfnissen nach im schneller geforderten Reaktionszeiten vereinbart werden.
  • Business intelligence - Wie kann das Business in einem umfassenden Sinn an Intelligenz gewinnen?

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Nov14

Der Kelch, der vorüberzieht

Branchenbarometer Grafik via Bitkom.org

In den News von ZDNet.de steht heute, dass für drei Viertel (72%) der ITK-Unternehmen die Finanzkrise keine Auswirkungen haben wird. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage unter 352 deutschen ITK-Unternehmen. Lediglich 27% hatten angegeben, dass sich die Auftragslage verschlechtert hätte. Das Fazit der Firmen: für 2009 werden keine Anpassungen vorgenommen. Das trifft auch auf die Personalpolitik zu. Auch hier wird es keine bzw. kaum nennenswerte Reaktionen auf die Krise geben. Dennoch werden die Umsatzprognosen für das nächste Jahr von immerhin 43% der Unternehmen nach unten korrigiert.
Die Umfrage ergab ausserdem, das einzelne Segmente der ITK-Branche unterschiedlich von der Finanzkrise betroffen seien. Danach sind es vor allem die Hardware-Hersteller, die die Auswirkungen zu spüren bekommen. Dieser Sektor rechnet mit Turbulenzen. Software- und IT-Dienstleister agieren offensichtlich in einem robusteren Umfeld. Hier wird vom Bitkom-Präsidenten Scheer sogar ein Wachstum vorhergesagt. (Das freut mich natürlich für die Sowatec AG.)

Ehrlichgesagt halte ich die Aussichten für 2009 im Moment noch für etwas verfrüht. Mit einer ersten Prognose würde ich die Ergebnisse des dritten bzw. vierten Quartals von 2008 abwarten.

zum ZDNet-Artikel
zum aktuellen 24. Bitkom-Branchenbarometer (Rückblick auf das 2. Quartal 2008, Ausblick auf das 3. Quartal 2008, Erwartungen für 2008)

Apr4

Life Cycle für Business-Rules-Anwendungen

Fand eben ein sehr übersichtliches Schema für die Darstellung von Lebenszyklen bei der Softwareentwicklung - speziell für von uns entwickelten Business-Rules-Solutions. Dafür ist das Netz einfach super - eine dermassen handliches Sheet zu finden, dass man zum nächsten Kundenmeeting mitnehmen kann.

Es vereinfacht zwar die einzelnen Schritte bzw. Entwicklungsphasen drastisch - schon allein das Spezifizieren der Requirements bedarf ja in der Regel mehrerer Interationen. Diese oft sehr komplexe Phase (ist ja klar - danach richtet sich dann alles) - wird hier mal eben auf das unscheinbare “Specifications” runtergebrochen. Aber diese konsequente Reduzierung macht diese Übersicht ja so trefflich übersichtlich. <G> Ziel dieses Schemas ist mit den Worten des Autors

… to present how those requirements are supported in an Agile way using the BRMS and BPM products and not discussing about requirements management. So let state the specifications are our main entry point to detail the major work that needs to be done for developing the applications.

Schema für BR-Softwareentwicklung

Der Agile Ansatz beim Entwickeln von Software hat ja gerade zum Ziel, kurze Iterationen zu erzwingen, damit so schnell wie möglich Businessanforderungen in einsatzfähige Software umgesetzt werden kann.

Zum gesamten Artikel von Jerome Boyer