Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Jan15

Vorhersagen für Business Intelligence 2009

Neben den Listen am Ende eines Jahres sind die Vorhersagen am Beginn eines neues beliebte Beschäftigung - sowohl in der Unterhaltungsindustrie als auch auf Business-Blogs. Einige davon sind tatsächlich nützlich oder interessant oder beides. - Wie diese Liste, die ich heute kurz zusammenfassen möchte: Was wird 2009 für Business Intelligence bringen (und was womöglich nicht). Das hat Timo Elliott auf seinem BI Question Blog als Umfrage ausgegeben. Die Ergebnisse sind aufschlussreich - und am Ende des Jahres könnte dann innegehalten und die Vorhersage überprüft werden. (Leider geht das dann beim Erstellen der Jahresendlisten immer unter, die Überprüfung der Jahresanfangprognosen).

Umfrage

Nicht weniger interessant ist die Liste der Meinungen, die Timo Elliott aus allen erdenklichen Blogs zum Theme zusammengetragen hat. Das ist eine feine komprimierte Zusammenstellung über Tools und Trends im BI-Zirkus. Aus meiner Sicht trifft James Taylor (Decision Management Blog) den Nagel am besten auf den Kopf. Deshalb zitiere ich hier mal das Zitat:

  • Cloud computing will impact decision management
  • More use of analytics by systems rather than people
  • More focus on rules from application and platform vendors
  • More business rule vendors
  • More rules in Business Process Management
  • Business rules to decision management
  • Pre-built decisioning components
  • Simulation and scenario management
  • More business user control

Seinen vollständigen Artikel kann man auf JT on EDM nachlesen.

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Dez17

Business Intelligence 2009

Der BI Questions Blog hat vorgestern ein vorausschauendes Posting veröffentlich über mögliche Fallstricke 2009. Zum Beispiel Business Intelligence. Da könnte es

1. Unternehmen geben, die ohne BI versuchen auszukommen - und scheitern.
Für am Markt aktiv agierende Unternehmen ist es inzwischen kaum noch möglich, ohne ein geplante Geschäftsanalytik die eigenen Strategien umzusetzen. BI ist eine mittel- bis langfristige Anglegenheit und - wie Timo Elliott schreibt - “important, but rarely urgent”. In ökonomisch schwierigen Zeiten wie diesen könnten die täglichen Herausforderungen dazu führen, diese dennoch wichtigen Dinge in Sachen Geschäftsanalytik zu vernachlässigen. Doch Aktionen ohne fundamentales Berichtswesen stehen auf wackelingen Füssen und sind wenig geeignet, ein Unternehmen durch unsicheres Fahrwassser zu führen.

2. Die Verantwortlichen verlassen sich auf manuell erstellte Datensammlungen - und werden damit Geld verlieren.
Administrative Taktiken wie “du sollst nicht alles kaufen” könnten dazu verführen, an der falschen Stelle zu sparen. Anstelle auf den Einsatz von speziell für BI entwickelter Software greifen Sparfüchse im Management auf die manuell kodierte SQL-Extraktion zurück oder auf die Datenmanipulation via Excel-Makros. Kurzfristig steht das Budget dann recht gut da. Die Entwicklung und Pflege selbst erstellter Lösungen kostet jedoch langfristig mehr Geld als fertige Lösungen. Der BI-Verantwortliche verlässt das Unternehmen, die Skripte sind nicht ausdokumentiert, niemand kann die selbstgestrickten Tools benutzen. Ein Anbieter für BI-Lösungen muss her, der den mangelhaften oder sehr individuellen Code dann überarbeiten soll. Über kurz oder lang muss dann doch auf ein professionell erstellte Lösung zurückgegriffen werden. Monate sind unterdessen ins Land gegangen. Von dem Schaden einmal abgesehen, den falsch erstellte Geschäftsanalytiken hinterlassen

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Nov21

Von der Information technology zur Business Technology

Auf James Taylor’s Decision Management finde ich immer wieder informative Diskussionen und Anregungen. Gestern gab es einen Dreiteiler zum Thema Business Technologie bzw. warum es so wichtig ist, jene Transformation von der Informationstechnologie (IT) zur Business Technology (BT) zu vollziehen. Denn die Kontrolle über die technologischen Systeme bzw. von ihnen gesteuerte Prozesse zurückzugewinnen - ist ja nicht umsonst auch ein so wichtiges Thema des Business Rules Managements. Und weil das im Artikel benutzte Eingangszitat eines anderen Bloggers so treffend ist, übernehme ich es einfach mal und gehe dann etwas auf die drei Blogeinträge ein.

“If we don’t get from IT (Information Technology) to BT (Business Technology) we’re going to have more disasters like our present mortgage meltdown. Why? Because IT creates impenetrable systems that human beings can’t manage. BT is about human beings back in control” (George Colony in BPM and SOA: Where IT Is Going if Real People Take It There )

Nach James Taylor sind die Kernelemente dieses Wechsels von der Informations- zur Business-Technologie folgende:

  • Business control - Wie lassen sich die aktuellen IT-Systeme im täglichen Business effizient nutzen?
  • Business agility - Wie kann die (technische) Schwerfälligkeit der IT mit den Bedürfnissen nach im schneller geforderten Reaktionszeiten vereinbart werden.
  • Business intelligence - Wie kann das Business in einem umfassenden Sinn an Intelligenz gewinnen?

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Jan30

BI und die Eindeutigkeit der Begriffe

In jedem Unternehmen, jeder Organisation gibt es ähnliche Fehler und - ich kann gleich hinzufügen - ähnliche Fehlerursachen. Soweit so gut, soweit nichts Neues. Eine dieser Fehlerquellen ist noch immer die fehlende GEMEINSAME Sprache bzw. das Fehlen eines allen gleich bedeutenden Vokabulars. Wie wichtig das auch für Business Intelligence und überhaupt für jede strategische Entscheidung ist, muss kaum betont werden. Eben fand ich einen interessanten Beitrag im BI Questions Blog, der der Frage nachgeht, warum dieses Manko wahrscheinlich gar nicht aus dem Weg geräumt werden kann.
Timo Elliott schreibt

Paradoxically, the closer we get to providing “one version of the truth”, the clearer it will be than no such thing exists.

Das klingt fast schon philosophisch und er erklärt gleich im Anschluss, warum das so ist.

  1. Es ist verrückt zu glauben, wir würden jemals nur eine einzige Meinung darüber haben, was geschieht, was die Prioritäten sind und was sich ändern sollte.
  2. Es ist überhaupt nicht klar, ob wir eine solche Gleichschaltung überhaupt wollen (das Unternehmen als totalitäres System ist keine reizvolle Vorstellung) - Die Vielfalt von Ansichten und Meinungen ist für ein Unternehmen unverzichtbar.

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