Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Dez1

Controllern erwächst mehr Verantwortung

Die Finanzkrise hat zum einen die Branche selbst tiefgreifend erschüttert. Einer der Effekte, ist die Verknappung des Geldes, das für Kredite zur Verfügung steht. In zweiter Instanz rollt auf die Finanzchefs der Unternehmen eine Welle von Herausforderungen zu. Wie gehen die Verwalter der Finanzen damit um?
Eine Studie der WHU hat dieser Frage untersucht. Sie kommt zu dem Ergebniss, dass die wachsende Verantwortung den Einfluss der Controller auf das Management der Unternehmen stärken wird. Erste Veränderungen werden bereits sichtbar. “Der Einfluss der Controller auf die Entscheidungen des Managements steigt, berichtet Studienleiter Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber vom Institut für Management und Controlling der WHU (IMC).

Die 434 befragten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mehrheitlich der Meinung, dass sich die Auswirkungen der Finanzkrise in Grenzen halten werden. Allerdings muss einschränkend hinzugefügt werden, dass vor allem befragte aus weniger betroffenen Unternehmen zu diesem Schluss kommen. Finanzchefs, die die Auswirkungen der Krise in ihrem Unternehmen direkter spüren, sehen die kommenden  Entwicklungen pessimistischer. Das betrifft auch die Frage, ob es nach der Krise in den Unternehmen Veränderungen im Management geben sollte. Finanzchefs aus den Branchen Auto und Bau sowie Finanzen und Versicherung halten Veränderungen im Management für unumgänglich. Dabei stellt die Studie fest, dass ein positiver Effekt der Krise die wachsende Verantwortung des  Controllings sein wird.

Da im Moment noch wenig zuverlässige bzw. verlässliche Aussagen zu den tatsächlichen Entwicklungen vorgenommen werden können, wird in drei Monaten die Studie wiederholt. Man darf gespannt sein.

gefunden via uni-protokolle.de

Nov25

Microsofts BI-Konferenz in Wien

Nachdem im letzten Jahr die Resonanz auf die Konferenz zu Business Intelligence so gross war, hatte Microsoft eine Folgeveranstaltung in Aussicht gestellt. Die wird diese Woche im Wiener Leopoldmuseum stattfinden . Am Donnerstag, den 27.11. - um genau zu sein. Das Thema Business Intelligence gehört nach Gartner zu den 10 wichtigsten IT-Strategien 2009 (siehe hier). Kein Wunder wird auf der Konferenz nicht gekleckert. Andy Kamlet, Marketing-Chef und Ian MacDonald (BI Lead in Westeuropa) präsentieren ihre Vorstellung von 360° Business Intelligence.

Das Programm klingt interessant und vor allem die Panels am Nachmittag könnten den einen oder anderen v

  1. Richtige Entscheidungen treffen
  2. Microsoft Business Intelligence – Lösung und Vision
  3. Die CFO-Rolle im Umbruch
  4. 360° Business Intelligence

Nachmittags gibt es dann Vorträge von BI-Partnern, die hauptsächlich angewandte Projekte vorstellen. Mich persönlich würden “Data Mining - Konzepte und Anwendung” und “Forecasting in der Praxis” besonders interessieren. Es reicht längst nicht mehr, Analyse und Reporting als Instrumente für automatisierte Entscheidungen einzusetzen: Stichwort Voraussagbarkeit. Die gesammelten Daten müssen wesentlich effizienter genutzt werden. Darüber versprechen die Vorträge Auskunft zu geben.

weiterführende Information
Tagesprogramm
zum Konferenz-Blog

Nov14

Der Kelch, der vorüberzieht

Branchenbarometer Grafik via Bitkom.org

In den News von ZDNet.de steht heute, dass für drei Viertel (72%) der ITK-Unternehmen die Finanzkrise keine Auswirkungen haben wird. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage unter 352 deutschen ITK-Unternehmen. Lediglich 27% hatten angegeben, dass sich die Auftragslage verschlechtert hätte. Das Fazit der Firmen: für 2009 werden keine Anpassungen vorgenommen. Das trifft auch auf die Personalpolitik zu. Auch hier wird es keine bzw. kaum nennenswerte Reaktionen auf die Krise geben. Dennoch werden die Umsatzprognosen für das nächste Jahr von immerhin 43% der Unternehmen nach unten korrigiert.
Die Umfrage ergab ausserdem, das einzelne Segmente der ITK-Branche unterschiedlich von der Finanzkrise betroffen seien. Danach sind es vor allem die Hardware-Hersteller, die die Auswirkungen zu spüren bekommen. Dieser Sektor rechnet mit Turbulenzen. Software- und IT-Dienstleister agieren offensichtlich in einem robusteren Umfeld. Hier wird vom Bitkom-Präsidenten Scheer sogar ein Wachstum vorhergesagt. (Das freut mich natürlich für die Sowatec AG.)

Ehrlichgesagt halte ich die Aussichten für 2009 im Moment noch für etwas verfrüht. Mit einer ersten Prognose würde ich die Ergebnisse des dritten bzw. vierten Quartals von 2008 abwarten.

zum ZDNet-Artikel
zum aktuellen 24. Bitkom-Branchenbarometer (Rückblick auf das 2. Quartal 2008, Ausblick auf das 3. Quartal 2008, Erwartungen für 2008)

Nov12

Die zehn IT-Strategien 2009

Listen führen ja zuweilen ein Eigenleben. Überhaupt sind sie ein Trend, der in jeden Winkel unseres Alltags krabbelt. Poll-Listen für die beste Band des Jahres oder das beste Video. Wunschlisten, Hochzeitslisten und natürlich IT-Top-10-Listen.  Gartner hat wieder eine zusammengestellt: die zehn erfolgversprechendsten IT-Strategien für das kommende 2009. Diese Technologien werden sich spürbar auf die langfristige Planung auswirken. Sie sind in hohem Masse strategischentweder weil sie endlich Marktreife erlangt haben oder weil ihre frühzeitige Anwendung strategische Vorteile mit sich bringen. Als strategisch definiert Garnter Technologien, die das Potential haben, in den nächsten drei Jahren erheblichen Einfluss auf Unternehmen nehmen werden. Signifikanter Einfluss meint entweder eine hohe Wahrscheinlichkeit für Veränderungen in der IT und im Business, hohen Investitionsdruck auslösen oder das Risiko bergen, zu spät auf den Zug aufzuspringen.

“Strategic technologies affect, run, grow and transform the business initiatives of an organization,” said David Cearley, vice president and distinguished analyst at Gartner. “Companies should look at these 10 opportunities and evaluate where these technologies can add value to their business services and solutions, as well as develop a process for detecting and evaluating the business value of new technologies as they enter the market.”

Ehrlicherweise kann ich auf dieser Liste keinen Eintrag erkennen, der mich überrascht hätte. So natürlich auch nicht, dass Business Intelligence mit dazugehört. Aber der Gartner-Reihe nach:

  1. Virtualisierung.  Nicht nur die Server-Virtualisierung sondern auch die Virtualisierung in der Speichernutzung und von Anwender-Endgeräten.
  2. Cloud Computing (Cloud IT). Neben der Virtualisierung von Speicher- und Rechnerkapazitäten können beim Cloud-Computing sowohl Hard- als auch Software in Form von Services bereitgestellt werden.  Dabei geht Cloud Computung als Technologie über den Ansatz der Software-As-A-Service hinaus. Nach meiner bescheidenen Auffassung wird erst die Entwicklung einer absolut sicheren Lösung für den Datentransfer der Technologie zu ihrem Durchbruch verhelfen.
  3. Servers — Beyond Blades. Gemäss diesem Trend werden Unternehmen künftig ihre Hardware nach Bedarf ausweiten. Der Fuhrpark wird eher als Gesamtressource betrachtet und deren “Verbrauch” analysiert. Hardwareverwaltung in einfach, sozusagen.
  4. Weborientierte Architekturen. Gemessen an der zur Zeit bestorganisierten, agilsten und skalierbarsten Umgebung - dem Internent - werden sich seine Designprinzipien auch in der IT durchsetzen. Auch wenn bei weitem nicht alle IT-Bedürfnisse damit realisiert werden können, weisen die Webtechnologien doch den Weg in die Zukunft. Laut Gartner werden in den nächsten fünf Jahren immer mehr IT-Lösungen auf die Internet- bzw. Webtechnologien aufsetzen.
  5. Enterprise-Mashups. Mixe sind nicht nur in der Musik eine inzwischen lukrative Sparte. Auch das Mischen verschiedener IT- und vor allem weborientierten Angebote feiert Erfolge. Unternehmen kommen immer stärker in Versuche, die trendigen Applikationen aus der Web-2.0-Küche für sich zu entdecken. Nach Gartner wird die Entwicklungsumgebung für solche Enterprise-Mixe bis 2010 immer mehr an Fahrt aufnehmen. Anwendungentwickler und IT-Entscheider sollten das Potential dieses wachsenden Marktes im Auge haben und sie ständig auf die Brauchbarkeit für das eigenen Unternehmen abklopfen.
  6. Spezialisierte Systeme. Ein anderer Hardware-Trend geht in Richtung Spezialisierung. Server sollen künftig für sehr spezifische Aufgaben ausgelegt werden - weg von der umfassenden Nutzung als Ressourcenverteiler und Datenschleuder. Gartner erwartet, dass immer mehr Server zum Einsatz kommen, deren Software auf einen einzigen Zweck zugeschnittenen ist. Daraus entstehen immer stärkere, heterogene Systeme in Hochleistungsumgebungen.
  7. Soziale Software und soziale Netze. Sie enthalten ein breites Feld an Technologien - zum Beispiel kollaborative Anwendungen, soziale Medien und gemeinschaftliche Bewertungssysteme. Unternehmen sollten prüfen, ob und welcher Form sie diese sozialen Dimensionen in ihrer Kommunikationauf ihren Websites berücksichtigen - besser heute als morgen.
  8. Unified Communications (UC). Während der nächsten fünf Jahre wird es eine Konsolidierung im Markt der Kommunikationsdienstleister geben. Unternehmen müssen ihre Kommunikationsstrategien darauf einstellen. Das heisst die Kommunikation und ihre Werkzeuge umsichtig prüfen und ihren Einsatz mit Bedacht planen.
  9. Business Intelligence (BI). Sie war 2008 ganz oben auf der Liste der CIO-Topentscheider. Und das, weil Business Intelligence sich sehr mächtig bis in alle Bereiche des Unternehmens ausbreiten kann - je nach Reife bzw. Organisationstiefe. Vom Topmanagement bis zu Angestellten sind die positiven Auswirkungen der Entscheide, die auf BI zurückgehen, zu spüren. In der Regel wird ein gesamter Prozess von den Änderungen erfasst - von der Strategie bis zum operativen Geschäft. Kein Wunder, fällt Anwendungen und Werkzeugen, die für BI zum Einsatz kommen, verstärkte Aufmerksamkeit zu. z
  10. Green IT. Nicht erst seit Angela Merkel und dem Global Warming werden Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in die Chefetagen der IT diskutiert. Dennoch hat vor die Debatte um die Treibhauseffekte Einiges dazu beigetagen, dass dieser Punkt auf den Agenden einigen Boden gut machen konnte. Und anstehende Regulierungsmassnahmen werden das Bewusstsein sicher noch mehr schärfen - gleichviel wie der verschärfte Wettbewerb um die klassischen Energieressourcen, der steigende Preise auf sicher verspricht. Das bedeutet einen Run auf Technologien, die den Ressourcenhunger unserer aller Chips verringern oder auch jener, die in den Hochleistungsetagen ihren Dienst verrichten.

Die vollständig dokumentierte Liste als Gartner Pressemitteilung.
gefunden via BI Questions

Nov6

Blickwinkel auf die Finanzkrise

Nicht nur im Allgemeinen interessiert mich, wie es mit der Finanzkrise weitergeht, bis wohin ihre Ausläufer reichen werden und was uns noch erwartet. Als Dienstleister für den Bankensektor sind wir bei Sowatec natürlich gleichfalls an den Entwicklungen in unserer Kernbranche interessiert. Denn jede Entwicklung wird sich über kurz oder lang in den Auftragsbüchern niederschlagen. Ist die Krise der Banken eine Krise der Finanzen bzw. deren Instrumente? - Ein Ja als Antwort lässt sich aus dem Artikel der Zeit herauslesen, der letzte Woche erschien. Kurz zusammengefasst sieht der Artikel vor allem fünf Umstände für die Schwere der Krise bzw. für deren Anhalten: fragwürde Finanzvehikel wie z. B. Hedgefonds, Staatsverschuldungen, Finanzmarktspekulationen, Kreditversicherungen und die private Verschuldung (der US-Konsumenten).

Problem Nummer 1: In Hedgefonds scheint einer der Gründe für die an den Märkten fortschreitenden Wertverluste - trotz Rettungspakete etc.

Allein im dritten Quartal haben die weltweit rund 10.000 Hedgefonds 210 Milliarden Dollar, rund zehn Prozent, an Wert verloren – das berichtet der Informationsdienst Hedge Fund Research (HFR).

Zur Zeit sind Hedgefondsverwalter gezwungen, die diesen Instrumenten innewohnende Dynamik um einiges zu verschärfen. Sie müssen verkaufen. Entweder weil es besser ist, möglichst aus vielen Aktientiteln auszusteigen oder - und das ist noch weiter weg von den eigentlichen Bewertungen - weil sie die Forderungen von Investoren bedienen müssen. Hedgefonds geraten nicht nur wegen ihrer enormen Hebelwirkung immer wieder in die Kritik auch von Branchenkennern. Sie sind darüber hinaus intransparent und vor allem unkontrolliert. Das macht sie so schwer einschätzbar und kein Rating dieser Welt könnte die Risiken von Hedgefonds auch nur im Ansatz abbilden.

weiterlesen »

Nov4

Die Krise kommt. Vielleicht nicht oder nur zur Hälfte?

Habe gerade auf Heise einen Artikel gelesen, über die Auswirkungen der Finanzkrise die IT und Internetbranche. Und wenn sie kommt, die Krise (was wohl niemand ernstlich bezweifeln wird wollen) - wann? Aber zur Zeit wird nach Heise wohl eher abgewiegelt. Dabei sprechen wir ja immer noch “nur” von den Auswirken einer Krise, die auf die Fehlentwicklungen einer Branche innerhalb der Finanzindustrie zurückgehen. Die nächste Krise der ungedeckten Kreditkarten wird inzwischen unverholen herbeibeschworen - ist aber in den Szenarien noch gar nicht richtig eingepreist. - Und alle, alle warten gespannt auf das Weihnachtsgeschäft im amerikanischen Konsumentenmarkt. Die Prognosen sind wohl düsterer, als viele gern hören wollen. - Jedenfalls werden die Entwicklungen kaum an der IT vorbeiziehen wie ein Gewitter im Sommer, von dem man nur ein dumpfes Grollen vernimmt, sonst nichts.

Das Geld wird künftig nicht mehr so uneingeschränkt für IT-Projekte eingesetzt - und da meine ich gerade und vor allem die für IT-Unternehmen stets lukrative Finanz- und Versicherungsbranche. Die ersten Auswirkungen spüren Account-Manager schon. Projekte werden schon wieder ein bisschen verschoben oder nicht wirklich jede Funktion im Backend muss wirklich umgesetzt werden. Ging ja lange auch so.
Dabei werden die IT-Manager von Banken vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Welche Investitionen gehen jetzt vor: Sicherheit, Prozessmanagement oder Lösungen, die Kosten senken - aber erstmal was kosten. - Nicht leicht, so ein Budget-Verwalter zu sein.

zum Heise-Artikel.

Okt30

Menschenrechte künftig Teil der Governance?

Golem.de berichtete gestern über einen interessanten Vertrag, der zwischern Menschenrechtsorganisationen und global operierenden Unternehmen abgeschlossen wurde. Dazu gehören neben Yahoo und Google, die ja in den letzten Monaten mehrfach diesbezüglich in die Kritik geraten, sind auch Investmentunternehmen. Die unterzeichnenden Unternehmen verpflichten sich,

die Rede- und Meinungsfreiheit sowie den Schutz der Privatsphäre zu achten und Behörden in autoritären Staaten nicht dabei zu unterstützen, diese einzuschränken.

Das ganze darf man sicher als löblich bezeichnen, auch wenn ich nicht ganz glauben kann, dass diese Richtlinien eingehalten werden können - bzw. deren Einhaltung kontrolliert werden kann.Dass Menschenrechtsorganisationen und Unternehmen sich nicht allzu geschwind auf einen gemeinsamen Nenner einigen konnte, überrascht wenig. Immerhin zwei Jahre brauchte es, die Global Network Initiative unterschriftsreif zu bekommen.
Der vereinbarte Kodex gilt in erster Linie für China bzw. das Geschäften mit dessen Unternehmern. Jüngstes Beispiel für das allzu bereite Entgegenkommen von Skype, bei Überwachungsmassnahmen der chinesischen Regierung behilflich zu sein. Interessanterweise ist gerade Skype der Initiative noch nicht beigetreten.

Zum Golem-Artikel.
Zur Global Network Initiative

Apr10

Forrester-Report über Business Rules

John Rymer and Mike Gualtieri von Forrester haben gerade die Business Rules Platforms Wave for 2008 veröffentlicht - Untertitel: ILOG, Fair Isaac, Pegasystems, Corticon, And Haley Lead, But Innovations Software Technology Is Also Very Strong.
Ich habe keinen Zugang zu Forrester, aber glücklicherweise hat James Taylor (Decision Management Blog) etwas dazu geschrieben.

Forrester bewertete 13 Plattformen von 11 Anbietern, die Business-Rules-Lösungen entwickeln. Mit Hilfe von 175 Kriterien ermittelten sie technologischen Führungspositionen in dem Segment. ILOG JRules, Fair Isaac Blaze Advisor, und Pegasystems PegaRULES marschieren an der Spitze. Das ist jetzt nicht wirklich überraschend. Dahinter behaupten Haley Limited (Haley Expert Rules), Corticon Technologies, und Innovations Software Technology die Plätze, dicht gefolgt von InRule Technology

Die Inhalte der Evaluation konzentrieren sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Business-Rules-Plattformen als Schlüssel für Dynamische Geschäftsanwendungen
  • Evaluation von Business-Rules-Plattformen
  • Herstellerprofile
  • Ergänzendes Informatsmaterial

weiterlesen »

Mär26

Quo vadis Eclipse?

logo eclipsecon 2008

Die Entwickler von Eclipse haben ihre Ausrichtung neu überdacht: mehr Web, weniger Komplexität. Das ist Ergebnis der EclipseCon 2008, die letzte Woche in Santa Clara, Kalifornien stattfand. Und sie soll ein grosser Erfolg gewesen sein.

Die Eclipse Code Base der kommende Version 4.0 - e4 (geplantes in ca. 2 Jahren) wird sind stärker ins Web hineinbewegen, meint Mike Wilson, Verantwortlicher für Platform und Icubator Projects. Realisieren soll das die Öffnung zu neuen Scriptsprachen. Künftig sollen nicht mehr nur Java-Programmierer Plugins entwickeln können. - Javascript und Actionscript stehen in der Pole-Position. Daneben steht die deutliche Verbesesrung des Desktop im Visier der Entwickler.
e4 wird auch Ideen aus der Rich Ajax Platform aufgreifen. Ein Set von Services soll die Entwicklung von interaktiven Webanwendungen vereinfachen.

Und schliesslich gab es noch eine interessante Entwicklung: eine zaghafte Versuche einer Annäherung zwischen den Eclipse-Machern und Microsoft. Dabei will der Softwareriese dabei helfen, das Standard Widget Toolkit (SWT) von Eclipse für Microsoftentwickler nutzbar zu machen. Java-Entwickler können dann Anwendungen schreiben, die im Vista-Look daherkommen. Ein Anfang - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

(via Computerwoche.de)
Fotostrecke zur eclipsecon 2008 bei Flickr

Mär17

Die nächste Herausforderung - Mobile Banking

Mein persönliches Frühstücksfernsehen wird ja von TechWeb TV ausgestrahlt. Heute kam June Fieldings zu Wort, General Mangager of IBM Banking Solutions and Strategy. Sie prognostieziert dem mobilen Banking und Payment ein enormes Wachstum in sozusagen zwei grossen Schüben: bis 2011 geht es vor allem darum, all den vielen Millionen Menschen, die über mobile Endgeräte verfügen, Zugang zu ihren Banken zu ermöglichen. Der nächste Schub bis 2015 wird dann die eigentlichen Angebote betreffen, die über mobile Devices verfügbar sein werden.
Was ich zusätzlichen neben den allgemeinen Ausblicken und Entwicklungen interessant fand, war die Tatsache, dass sowohl Retailkunden als auch Corporate Kunden für das mobile Geschäft in Frage kommen.

Video entfernt.

« zurückältere Artikel »