Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Mär9

Predictive Analytics für Einsteiger

Ein einführendes Webinar (live web seminar) zum Thema predictive analytics wird es am kommenden Freitag (13. März) geben. James Taylor hatte das Seminar kurz und knapp auf seinem Blog JT on EDM angekündigt. Die Veranstaltung findet 10:30 am PST - bzw. 17.30 nach bürgerlicher Zeit statt.

Das Thema der vorhersagbaren Analysen ist im Enterprise Decision Management ein Thema mit wachsender Bedeutung. Nach Meinung von James Taylor gehören predictive analytics zu den kritischen Bedingungen für den Erfolg im Unternehmen. Neben einer Einfühurng bzw. Übersicht zum Thema sollen vor allem konkrete Beispiele aus der Praxis demonstriert werden. Diese Erfolgsgeschichten sollen verdeutlichen, in welchem Masse Vorhersagen Managern bei ihrer Arbeit helfen. Denn mit etwas weniger genauen Worten könnte man predicitive analytics so umschreiben: man betreibe die Analyse von Data Mining mit den Mitteln der Marktforschung - also die Ausswertung bereits erhobener Daten mit Instrumenten der Marktforschung. Solchen Instrumenten stehen Informationstechniker von ihrer Art her und historisch betrachtet eher skeptisch gegenüber, weshalb das Thema durchaus kontrovers diskutiert wird. Ein Grund mehr, gerade auch für die Skeptiker, da mal reinzuschauen.

Zur Registrierung für das Webinar
predictive analytics und Enterprise Decision Management bei wikipedia.org

Mär5

Lagebericht IT-Sicherheit 2009

Titelbild Lagebericht 2009Alle zwei Jahre bringt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Lagebericht zur Sicherheit heraus. Dieses Jahr zum dritten Mal und was darin steht, ist besorgniserregend. Danach steht es um die Sicherheit auf deutschen Servern noch katastrophaler als noch vor zwei Jahren. Auf einer Pressekonferenz zur Eröffnung der Cebit fasste ein Vertreter des BSI die wichtigsten Erkenntnisse bzw. Entwicklungen zur IT-Kriminalität zusammen:

  • Professionalisierung der Internetkriminalität schreitet weiter voran
  • Wirtschaftskriminalität zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen nimmt zu
  • Schadprogramme ermöglichen erhebliche Gewinne und verursachen Schäden in Milliardenhöhe

Zudem haben sich die Angriffstechniken verändert bzw. gefestigt. Die meisten Schwachstellen können von entfernten Angreifern ausgenutzt werden. Auffallendste Änderung der Angreifer ist die Verlagerung von E-Mails auf Drive-by-Downloads. Ausserdem sind die Schadprogramme immer umfassender modular aufgebaut und die Tarnmechanismen sind signifikant verbessert worden. Schliesslich hat die Zahl der DDoS-Angriffe zugenommen. Alles in allem sind die Entwicklungen besorgniserregend.

Gefahrenpotentiale

Gegenüber der Verschärfung der Attacken ist nunmehr auf Seiten der privaten Anwender eine positive Entwicklung zu beobachten. Das Bewusstsein für die private Sorge um die Sicherheit der eigenen Daten ist gestiegen. Inzwischen schützen sich 92% der privatenn Internetnutzer mit einem Virenprogramm. - Denn sind die verbleibenden 8% immer noch 8% zuviel.
Auch die kleinen und mittleren Unternehmen haben inzwischen die Relevanz geschützter IT-Anwendungen verstanden und aufgerüstet.

Grundsätzlich hält jedoch der Lagebericht 2009 fest: Die Bedrohungslage der IT-Sicherheit bei Verwaltungen, Unternehmen und Privatanwendern ist auf anhaltend hohem Niveau.

zum Lagebericht 2009
Downloadlink PDF

Jan16

Reporting: mangelhaft

Logo Steria Mummert ConsultingIn einer Presseerklärung der Steria Mummert Consulting las ich Ende Jahr, dass Banken (im Artikel sind es jene aus Deutschland, aber ich möchte behaupten, in anderen Ländern wird das so anders nicht sein) jetzt einen Teil der Ursachen für ihre flächendeckende Krise ausgemacht haben. Es ist die IT - genauer gesagt das unausgereifte Risikomanagement.

Aus einer Untersuchung des Consulting-Unternehmens im November 2008 geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Banken bis 2011 ihre gesamte Risikosteuerung überprüfen will. Eines der wichtiges Details in diesem Zusammenhang sind zweifelsohne die Prozesse, die im Controlling verantworet werden. Denn die laufen nicht rund und vor allem nicht den globalen Anforderungen angemessen. Und das liegt nach Meinung der Befragten schlicht und ergreifend an der IT.
Jener fundamentale Mangel geht grösstenteils auf zwei Ursachen zurück. Zum einen sind die einzelnen Fachabteilungen (und Datenlieferanten) zu wenig oder gar nicht vernetzt. Zum anderen existieren viel zu viele unterschiedliche Datenbestände. Man könnte davon ausgehen, das die erste Ursache direkten Einfluss auf die zweite hat. Jedenfalls kennen wir bei Sowatec diese Probleme nur allzu gut. Es gibt dafür allerdings zuverlässige Lösungen.

Geplante Investitionen in Massnahmen des Risikomanagements bis 2011

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Dez12

Cloud Computing für die Ohren

Die “Wolkenberechnungen” (so die deutsche Übersetzung bei wikipedia.de) ist ja nicht erst seit den Trendprognosen von Gartner im Visier von IT-Verantwortlichen (sh. Trendartikel)

“In vieler Hinsicht wird Cloud Computing gerade – in sehr kurzer Zeit – zu “Cloud Business“ (Saugatuck Technology)

Dieses Zitat verdeutlicht aus meiner Sicht die Öffnung für das Thema, denn Cloud Computing dürfte sich in absehbarer Zeit von einem reinen IT zu einem business-strategischen Thema entwickeln. Für alle, die sich für Cloud Computing und vor allem sein mittel- und langfristigen Einflüsse in Unternehmen interessieren, kann ich diesen Podcast weiterempfehlen. Die Sendung ist ein aufgezeichnetes Interview mit Tim Hall (von HP) über “Heightening roles of governance in SOA, cloud and managing dynamic business boundaries”.

Bei SOA geht ja nicht einfach um Webservices. Es geht um die verschiedensten Möglichkeiten, die uns Lösungen an die Hand geben, dem Business wieder seine benötigte Flexibilität zurückzugeben. Das Business braucht Kanäle (Services), mit denen es seine Entscheidungen wieder unabhängig von Technologie treffen kann. Wenn wir SOA in dieser Weise verstehen, bildet SOA eine fundamentale Einheit für optimal fliessende Geschäftsprozesse.
Neben den Ausführungen zu SOA und seine Regulierung und Konrolle (SOA Governance) fand ich eben vor allem die Aussagen zum Cloud Computing interessant (vielleicht auch gerade vor dem Hintergrund von SOA) und was das alles mit einer zukünftigen Business Intelligence zu tun hat.
Es geht um künftige Beziehungen zwischen Nutzern und Entwicklern von Services, von Metadaten und deren Eigentümern, es geht um die Nutzung von Lösungen, um diese Dinge zu verwalten. Es gilt letztlich neue Beziehungsmuster zu etablieren, mit denen man die eigenen Daten (auch sensible) verwalten und auswerten kann.

As we move into a more comprehensive cloud set of offerings, we’re going to need to federate the different instances of services, metadata, their ownership, the consumption of those pieces, and really formalizing the relationships of using tools between the consumers and providers of those things.

Cloud Computing braucht neue Ansätze für eine Verständnis von Teilen (im Sinne des technischen Sharing) - es braucht ein neues Agreement von Partnerschaft, es braucht revolutionäre Sicherheitskonzepte, deren Fehlen ja heute noch weitgehend das Konzept des Cloud Computing ausbremst.

wer das gesamte Interview noch einmal nachlesen möchte. Dana Gardner (die Interviewer) war so freundlich, das Gespräch vollständig niederzuschreiben.

der Podcast von Dana Gardner’s BriefingsDirect
zum Transkript.

Dez10

Studien für ein besseres IKT-Gefühl

Wieder eine Studie - diesmal informativ und brandneu - wie der Mittelstandsblog zu berichten weiss. Vergangenen Freitag übergaben Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft dem deutschen Bundeswirtschaftsministerium dieses Dokument zur Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie. Fazit sind acht Leitgedanken für ein wettbewerbsfähiges Deutschland.

  1. Die „Digitale Spaltung“ wird eine Elite herausbilden, die die Entwicklung Deutschlands prägen wird
  2. Allgegenwärtiger Internetzugang ist Voraussetzung für die Entwicklung netzbasierter Anwendungen
  3. Innovationen der IKT werden die Bedürfnisse der Menschen nach Gesundheit und Wellness verändern
  4. Bedeutung von Innovationen in der Informations- und Kommunikationstechnologie für unser Zuhause der Zukunft
  5. Treiber für IKT-Innovationen, die unsere Arbeitswelt verändern werden  16
  6. Der Einsatz von IKT für einen optimierten Energieverbrauch kann der IKT-Branche zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen  17
  7. Wirtschaftliche Bedeutung von eingebetteten Systemen  18
  8. Wichtige Aspekte für einen Mentalitätswechsel und damit verbundene höhere Gründungszahlen von Unternehmen

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Treiber für IKT-Innovationen, die unsere Arbeitswelt verändern werden

Der Bericht ist der Abschluss einer ersten Projektphase und soll in den kommenden fünf Jahren fortgesetzt werden. Er enthält konkrete Handlungsempfehlungen für Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler. Zudem ist das Papier für die strategische Unternehmensplanung eine wertvolle Hilfe. Denn die gesamte Untersuchung ist bis auf 2020 geplant und gibt interessante Hinweise für eine langfristig gedachte Unternehmensperspektiven.

Die 90seitige Studie “Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie” steht als kostenloser Download zur Verfügung.