Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Feb24

Game over - US-Wirtschaft gerettet

Vielleicht ist die Krise zu massiv - aber es hat schon recht lange gebraucht, bis ein Online-Game zum Thema verfügbar war. Jetzt gibt es ein simples Ballerspiel für die Krisenpause zwischendurch. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Ja oder Nein für Hausbesitzer. - Und der Rest wird instiktiv weggeballert - sonst hat die US-Wirtschaft keine Chance. Die gilt es in dem kleinen Pausenfüller zu retten. - Erinnert an die vor ein paar Jahren omnipresenten Moorhühner.

online-game

zum Trillion Dollar Bailout

Feb2

Mehr Unternehmenserfolg mit der Finanzabteilung

Titelblatt der StudieDeloitte hat eine Studie herausgebracht, die vor allem die Finanzabteilung freuen dürfte. Das Fazit der Untersuchung besagt, dass die Integrierung der Finanzabteilung in die Unternehmensstrategie direkten Einfluss auf die Performance des Unternehmens hat.

Mehr als 70 international tätige Unternehmen wurden danach befragt, wie stark sie ihre Finanzabteilung in strategische Prozesse einbinden. Dabei waren nicht nur um die Sichererung an Compliance-Anforderungen, sondern tatsächlich um die Einbindung der Finanzabteilungen in die Planung und Umsetzung der strategischen Entscheidungen. Optimierte Finanzkompetenzen und integrierte Finanzabteilungen steigern die Performance überdurchschnittlich - haben die Berater von Deloitte herausgefunden.

Die Integration der Finanzabteilung in alle Unternehmensbereiche spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dies setzt den gezielten Aufbau einer am Geschäft orientierten Finanzkompetenz voraus“, so Dr. Hans-Rudolf Röhm, Partner und globaler Leiter Manufacturing bei Deloitte.

Fast zwei Drittel der Befragten - 72% - gaben an, dass vor allem der Widerspruch zwischen strategischer Entscheidung und operativer Umsetzungsmöglichkeit für Fehler in der Unternehmensführung verantwortlich seien. Mehr als 50% stellen einen Mangel an strategischer und operativer Flexibiltät fest und weitere 50% bewerten das Fehlen standardisierter Prozesse als entscheidende Ursache für die Fehler im Management. Das ist alles um so erstaunlicher, da gerade für diese Gründe inzwischen ausgereifte Systemlösung zur Verfügung stehen, die genau diese Fehler angehen. Wird da an tatsächlich falscher Stelle gespart - und zwar in so massivem Ausmass?

Die Studie stellt fest, dass die Optimierung im Finanzcontrolling in vielen Unternehmen Fortschritte gemacht hätte. Aber nur mit Fokus auf die Prozessoptimierung - nicht in Bezug auf die strategische Einbindung der Finanzabteilung in die Unternehmensstrategien. Der Einsatz von Finance Business Rules gilt als das am wenigsten entwickelte Investitionsfeld im Finanzbereich der Unternehmen. Dabei könnten vor allem hier enorme Potentiale ausgeschöpft werden. Die Optimierung von zentralen und performance-relevanten Bereichen - Pricing, Kostenkalkulation und Supply Chain sind besonders dankbare Einsatzgebiete.

Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass eine kompetente und in das Geschäft integrierte Finanzfunktion die auf Wertschaffung ausgerichtete Transformation von Unternehmen am meisten voranbringt“ (Dr. Hans-Rudolf Röhm, Deloitte).

Download der Studie
via Controlling-Portal

Jan27

Vom Ausmass der Krise

Martin Faust (Bildquelle Capital.de)Die Diskussionen in Deutschland um eine “Bad Bank” - (aus meiner Sicht eine seltsame Idee) und die steigende Aufstockung der staatlichen Hilfpakete für angeschlagene Finanzinstitute geben einem doch zu denken. Wie ernsthaft schlecht es der Branche geht. Und dann frage ich mich immer wieder, ob den jeweiligen Führungsetagen diese Ausmasse ebenfalls scheibchenweise aufgegangen sind - oder ob sich ihnen das jeweilige Debakel in seiner granzen Pracht und aufs Mal zeigte.

Ein paar interessante Anmerkungen zum Thema hat Martin Faust (Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management ) in einem Interview von Capital von sich gegeben. Darin äussert er sich gleichfalls ablehnend zu “Bad Bank”. Er gibt Antwort auf das gleichfalls viel diskutierte Fragen nach dem starken Arm des Staates und was das derzeit bedeutet. Zur Zeit hätten Banken gar keine Wahl, als die Sicherung durch den Staat. Andernfalls würden viele Institute in die Insolvenz rutschen - und daran kann ja niemandem gelegen sein. Dennoch hält er strategisch den Staat keineswegs für das bessere Unternehmertum - wie es die Entwicklung der Landesbanken zeigt.
Schliesslich gibt er den fast schon wohlwollenden Ausblick auf ein Ende der Bankenkrise: vor Anfang 2010 müssen wir damit allerdings nicht rechnen.

zum interessanten Interview von Capital
(Bildquelle ebenfalls capital.de)

Jan26

Datendiebstahl in real

Heute morgen kam die Nachricht, von der ich dachte, die wird es wahrscheinlich nie geben. Der reale Diebstahl von realem (Zahlen)Geld nach dem im Dezember bekanntgewordenen Datendiebstahl. Ich hatte geglaubt, dass maximal personenbezogene Daten auf jede erdenkliche Weise weiterverkauft werden. An Unternehmen, die davon leben eben solche Daten zu vertreiben. - Doch jetzt ist es amtlich - es gibt ein erstes Opfer, dem tatsächlich Geld vom Konto abgebucht wurde:

Demnach haben mehr als 20 unterschiedliche Anbieter von Gewinnspielen innerhalb weniger Wochen von dem Konto der Frau mit Hilfe von Lastschriften 1996,20 Euro abgebucht.

Krass, kann ich nur sagen. Wie ist das tecnnisch möglich?  - Wenn man bedenkt, dass seinerzeit die Wirtschaftswoche von 21 Millionen Bundesbürgern sprach, deren Daten schwarz im Umlauf waren, dann gute Nacht! Banken kommen anscheinend zur Zeit nicht aus den Negativschlagzeilen raus. Und über die kriminelle Energie von Gewinnspielanbietern darf man sich wundern. Ich für meinen Teil zumindest.

Jan23

Von Köpfen und Maschinen

Vorhersagen bzw. Vorhersagbarkeiten sind nahezu unmöglich - zumindest auf solch weite Felder wie zum Beispiel Finanzmärkte bezogen. Harvard Business hat gestern einen scherzhaften Artikel über Vorhersagen und deren Grenzen veröffentlicht, der mir zu gut gefallen hatte, darum erscheint er hier.

Our brains are great at what they do because they make educated guesses — but that also makes us vulnerable to errors in judgment. Nowhere is this more pronounced than when we try to forecast the future.

Wir Menschen können äusserst zielsicher vorhersagen, wohin ein Ball fallen wird und können als schnelle Spieler alles dafür tun, ihn zu fangen. Diese Art von Vorhersagen können wir vornehmen, ohne das das vergleichbar mit computergesteuerten Rechenoperationen wäre. - Wir können aber schon nicht mehr vorhersagen, wohin sich ein gefährliches Tier auf unserem Weg durch Wald und Flur bewegen wird. Unser Vermögen von Vorhersagen beruht im Wesentlichen auf Erfahrungen, nicht auf Berechnungen.

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Jan22

Komplexe Finanztechnik

Einen recht fundierten Einblick in die finanztechnischen Hintergründe der aktuellen Finanzkrise habe ich eben gefunden. GoldwynReports hat eine Zusammenfassung für die noch immer nicht ausgestandene Krise versucht. - (Zu Gerüchten über die Liquidität Grossbritanniens will ich lieber gar nichts meinen - das wäre ein kaum vorstellbarer Ausmass der Krise.) Allerdings muss ich gestehen, dass das vollständige Funktionieren der im Artikel genannten Finanzinstrumente mir dunkel bleibt.

Prof. Dr.rer.pol. Dieter Pfaff und Peter Ising beschreiben die Instrumente und deren Wirkmechanismen - die ursprünglich noch recht überschaubar waren. Erst die immer stärker einsetzende “Verdunkelung” der Risiken - die letztlich keiner mehr kannte und nicht wirklich absichtsvollem Tun zu Grunde liegt - hat die Krise dieses Ausmasses ermöglicht. Soweit ich das richtig verstanden habe, verstellten all die vielen eingesetzten Instrumente der Absicherung den Blick auf die realen Werte. Denn die Verbriefung der Kredite wurde von den Banken mit sog. Asset-Backed Securities (ABS) realisiert. Ein kurzer Blick auf die Struktur dieser Instrumente lässt schnell deren Komplexität erahnen.

ABS Transaktion

ABS Transaktion

Aus Illiquidität wurde Liquidität - aber eben nicht in wirklich. Jedenfalls gibt dieser kurze Artikel ein gutes Bild über die Komplexität im Einsatz von strukturierten Finanzprodukten und wohin ein übermässiger Einsatz eben führt. - So führen die Autoren auch aus, dass die Schuldfrage letztlich nicht beantwortet kann, also nicht gestellt werden muss. Für die Rechnungslegung wird sich nach der Krise wohl fundamental etwas ändern. - Denn deren Regeln für die Bewertung von Finanzinstrumenten hat offensichtlich bzw. umfassend versagt.

zum kompletten Artikel

Jan16

Reporting: mangelhaft

Logo Steria Mummert ConsultingIn einer Presseerklärung der Steria Mummert Consulting las ich Ende Jahr, dass Banken (im Artikel sind es jene aus Deutschland, aber ich möchte behaupten, in anderen Ländern wird das so anders nicht sein) jetzt einen Teil der Ursachen für ihre flächendeckende Krise ausgemacht haben. Es ist die IT - genauer gesagt das unausgereifte Risikomanagement.

Aus einer Untersuchung des Consulting-Unternehmens im November 2008 geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Banken bis 2011 ihre gesamte Risikosteuerung überprüfen will. Eines der wichtiges Details in diesem Zusammenhang sind zweifelsohne die Prozesse, die im Controlling verantworet werden. Denn die laufen nicht rund und vor allem nicht den globalen Anforderungen angemessen. Und das liegt nach Meinung der Befragten schlicht und ergreifend an der IT.
Jener fundamentale Mangel geht grösstenteils auf zwei Ursachen zurück. Zum einen sind die einzelnen Fachabteilungen (und Datenlieferanten) zu wenig oder gar nicht vernetzt. Zum anderen existieren viel zu viele unterschiedliche Datenbestände. Man könnte davon ausgehen, das die erste Ursache direkten Einfluss auf die zweite hat. Jedenfalls kennen wir bei Sowatec diese Probleme nur allzu gut. Es gibt dafür allerdings zuverlässige Lösungen.

Geplante Investitionen in Massnahmen des Risikomanagements bis 2011

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Dez11

Soziale Finanzdienste für Deutsche

Gemege-LogoFür Finanzdienstleister brechen interessante Zeiten an - wenn sie die Musse hätten, ihre Blicke auf die sozialen Entwicklungstendenzen im Nezt schweifen lassen könnten. Kürzlich hatte ich über wichtige Trends der Finanzindustrie berichtet und mehrere angelsächsische Angebote benannt. (Zopa, Smartypig und Prosper). Jetzt ist das Ganze auch für deutsche Bedürftige zu haben: gemege.de. Ob das eine Abkürzung aus Geldmenge in Germany ist, hatte ich mich spontan gefragt. Aber dann belehrte mich das Logo eines Besseren: Gemeinsam mehr Geld. Hier darf um Geld gebeten und den Gesuchen stattgegeben werden. So ganz von privat zu privat. Und ich bin gespannt, ob der deutschsprachigen Kopie der gleiche Erfolg beschieden wie der Mutter aller sozialen Finanzplattformen zopa. Grundsätzlich bezweifle ich das. Hauptsächlich deshalb, weil ich glaube, dass das Leihen bzw. Beleihen hier nicht in dem Masse Kultur ist, wie das (die Finanzkrise zeigt uns die Ausmasse gerade deutlich) für amerikanische Privatkonsumenten der Fall zu sein scheint. Aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeigen. Da bin ich ganz leidenschaftslos. ;)

Die Plattform kommt im klassischem Web-2.0-Kleid daher (steht ja auch drauf) und erinnert mich auffällig an Xing - so diese Business-Leute-Anmutung in den Scherenschnitten. Leider nervt diese ambitionierte Animation beim Mouse-Over. Sieht zwar besser aus, als es das schon mal vor 15 Jahren gab, aber ist genauso schnell anstrengend. Inhaltlich wirkt die Seite auf den ersten Blick noch sehr bemüht. So als hätte jemand deutlich nach Inhalten gesucht. Zum Beispiel die Spartipps - gleich der erste Eintrag: Am Kinotag ins Kino gehen. Weil da das Kino günstiger ist. Etwas flach, scheint mir.  Unter den besten Spartipps geht folgender:

Nutzen Sie die bei Chemiehandel erhältlichen 1000 Liter Fässer zum Auffangen von Regenwasser und giessen Sie Ihre Pflanzen damit. Die Fässer werden gereinigt, da sind keine Rückstände mehr drin! Ich habe für ein Fass 50Euro (Selbstabholung) bezahlt.

Ich weiss ja nicht, ob das tatsächlich die Spartipps sind, die ich vermutet hätte. Vielleicht fehlt mir auch einfach nur der Garten für den Tipp.

Home of Gemege.de

Hinter dem Angebot steckt die Fidor AG. Eine Internetfirma, die sich auf soziale Plattformen spezialisiert hat. Und die laut Handelsblatt schon vor Monaten eine Vollbanklizenz beantragt hatte. Jetzt dürfte klar sein, wofür. Und wenn ich mir vorstelle, da würden richtig viele kleine Geldverleihungen ein grosses Geschäft entstehen lassen, hätte ich zu wenig Vertrauen in eine Bank, die nur nach dem Papier eine ist. Auch wenn da ehemalige Vorständler aus der Hypo-Vereinsbank mit im Boot sitzen.

Dez9

Neuer Datenkrimi in Deutschland

Ein neues Paket mit sensiblen Daten ist in Deutschland in Umlauf gebracht. Diesmal sind es Daten von 21 Millionnen Deutschen. Golem.de schrieb gestern, dass der Wirtschaftswoche dieses Paket angeboten wurde. Das brisante an diesem Angebot: es enthält auch neben Persondaten auch Angaben zu den Bankverbindungen. Und als wäre das noch nicht genug - gibt es auch noch detaillierte Informationen zur Vermögenslage der Betroffenen.
Das Magazin vermutet Lecks in Callcentern. Die deutsche Staatsanwaltschaft ist bereits eingeschaltet.

Unabhängig von dem Ausgang dieser Untersuchungen werden solche Vorfälle auf lange Sicht beträchtlichen Schaden anrichten. Was mich eigentlich irritiert - wie sind Datendiebstähle in solchem Ausmass möglich. Muss man hier nur an die Sicherheitslücken in der IT von Callcentern denken? Oder sind das eher Überlegungen grundsätzlicher Natur? Zum Beispiel welche Unternehmen eigentlich die Dienste von Callcentern in Anspruch nehmen? - Vielleicht sollten Banken nicht dazu gehören. Denn in dem vorliegenden Fall kann es sich ja nur um ein grosses Finanzinstitut handeln. Vermögensdaten von 21 Millionen Kunden. Wofür muss eine Bank solche Daten an ein Callcenter weitergeben? Ich bin sehr gespannt, wem die Daten gestohlen wurden und was das für deren Kundenbeziehungen bedeutet.

Falls sich das Ganze als Datendiebstahl bewahrheitet sollte - was heisst das für eigentlich für die Callcenter? Irgendwas scheint mir faul im Staate Callcenter. Denn eines zeichnet sich immer klarer ab: entweder sind Mitarbeitende von Callcentern notorisch unterbezahlt (und greifen zu vielversprechenden Möglichkeiten für Nebeneinnahmen) oder sie sind notorisch überlastet (und können kaum noch entspannt ihre Arbeit tun) oder sie sind notorisch unterinformiert (und geben falsche und gar keine weiterhelfenden Informationen an geliehene Kunden weiter). Bei derartig regelmässigen Negativschlagzeilen muss vielleicht einiges Grundsätzliches an der Betriebs- oder Geschäftsstruktur überdacht werden. Oder will sich die Branche noch weiter die Grundlage ihres Geschäftsmodells verspielen: den Vertrauensvorschuss ihrer Kunden?

Golem-Artikel

Dez8

Banken, Komplexität und Business Rules

Im Gegensatz zu gestressten Weihnachtseinkäufern hatte ich in den vergangenen Tagen etwas Zeit - und vor allem Musse - mal ein paar Gedanken zusammenzutragen, warum Business Rules (respektive Business Rules Management = BRM) gerade für die Finanzindustrie so interessant sind. Wichtig auch gerade nach solch dramatischen Entwicklungen wie sie die aktuelle Finanzkrise mit sich bringen.
Die Erhöhung von Marktanteilen ist eher ein schwieriges Unterfangen (ich vernachlässige solche Abwanderungen von Kunden, wie sie die UBS gerade verkraften muss. Da können die anderen Anbieter für kurze Zeit signifikante Erträge über das Neukundengeschäft  generieren.) Noch schwieriger als Marktanteile zu gewinnen, ist der Erhalt der Margen, wie sie noch vor 10 Jahren möglich waren. Sie schmelzen weg wie Eis in der Sonne Spaniens. Und da schliesst sich der Kreis. In Zeiten, in denen die Geschäft wie geschmiert laufen, werden zu hohe Kosten gern vernachlässigt. In Krisenzeiten wird die Reduktion von Komplexität und damit die Senkung von Kosten zum Schlüsselfaktor.

Selten nahmen sich die Verwalter von Finanzprodukten in der Vergangenheit die Zeit, ihre Prozesse auf Effizienz zu trimmen. Jetzt rächt sich dieses Versäumnis. Einsparungspotentiale sollen in Krisenzeiten von jetzt auf gleich umgesetzt werden. Unter diesen Bedingungen entfaltet der Business-Rules-Ansatz seine höchstmöglichen Vorteile. Denn er hilft sehr rasch vor allem jene Umstände anzupacken, die für die ansteigende Komplexität der Geschäftdsregeln und -prozesse in Banken und Versicherungen verantwortlich sind:

  • Geschäftsregeln müssen immer häufiger an marktspezifische und/oder staatliche Anforderungen angepasst werden. Die Anforderungen durch Regulierung wachsen stetig und die Zyklen der Anpassungen verkürzen sich
  • Die Kundenbedürfnisse werden immer individueller. Immer mehr Kunden bestehen auf speziell zugeschnittene Verträge und Konditionen, deren Verwaltung teure Ressourcen bindet.
  • Neue IT-Lösungen führen zu einer technisch spezifizierten Organisation von Prozessen und Geschäftsregeln. Das führt zu spezialisierten “Sprachen” innerhalb der Unternehmensorganisation - das inzwischen bekannte Phänomen  der Kommunikationsprobleme zwischen IT und Business. Hier ist eine Harmonisierung dringend notwendig.
  • Mit der technologischen Umsetzung von Geschäftsprozessen nimmt die Redundanz von Geschäftsregeln zu. Denn die meisten Organisationen binden ein und dieselbe Regel oftmals als reduntante Varianten in die unterschiedlichen Prozesse ein. Das verhindert in steigendem Masse die für Agilität und Flexibilität so notwendige Transparenz in Prozessen.
  • Auf Grund der IT-orientierten Umsetzung der Geschäftsprozesse ist eine Änderung von Geschäftsregeln sehr ressourcen- und zeitaufwändig. Prozesse können kaum noch zeitnah und marktorientiert angepasst werden.

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