Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Apr4

Life Cycle für Business-Rules-Anwendungen

Fand eben ein sehr übersichtliches Schema für die Darstellung von Lebenszyklen bei der Softwareentwicklung - speziell für von uns entwickelten Business-Rules-Solutions. Dafür ist das Netz einfach super - eine dermassen handliches Sheet zu finden, dass man zum nächsten Kundenmeeting mitnehmen kann.

Es vereinfacht zwar die einzelnen Schritte bzw. Entwicklungsphasen drastisch - schon allein das Spezifizieren der Requirements bedarf ja in der Regel mehrerer Interationen. Diese oft sehr komplexe Phase (ist ja klar - danach richtet sich dann alles) - wird hier mal eben auf das unscheinbare “Specifications” runtergebrochen. Aber diese konsequente Reduzierung macht diese Übersicht ja so trefflich übersichtlich. <G> Ziel dieses Schemas ist mit den Worten des Autors

… to present how those requirements are supported in an Agile way using the BRMS and BPM products and not discussing about requirements management. So let state the specifications are our main entry point to detail the major work that needs to be done for developing the applications.

Schema für BR-Softwareentwicklung

Der Agile Ansatz beim Entwickeln von Software hat ja gerade zum Ziel, kurze Iterationen zu erzwingen, damit so schnell wie möglich Businessanforderungen in einsatzfähige Software umgesetzt werden kann.

Zum gesamten Artikel von Jerome Boyer

Apr3

Software und ihre Modifizierbarkeit

In fast allen Requirements steht es drin. Als Forderung der Kunden. - Die Modizifierbarkeit oder Anpasssungsfähigkeit der Software bzw. der gesamten Lösung. Gut dass man sich das immer wieder ins Gedächtnis rufen muss. Denn gern steigen die Kosten ungeplant, wenn dieser Punkt während der Entwicklung zu wenig Beachtung findet.

Auf einer ungarischen Seite fand ich zufällig etwas zu den Taktiken, Modifizierbarkeit noch besser zu planen. Modifizierbarkeit eines System in Zahlen ausgedrückt kann man als das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen errechnen, wenn Änderungen vorgenommen werden müssen.

Goal of modifiability tactics

Systematisch betrachtet könnte Modifizierbarkeit zusammengefasst werden als

  • die Fähigkeit eines Systems mit anderen verbunden zu werden,
  • seine Veränderbarkeit, wenn neue Anforderungen hinzukommen
  • seine Wartbarkeit, um seinen eigenen laufenden Betrieb zu gewährleisten.

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Mär26

Quo vadis Eclipse?

logo eclipsecon 2008

Die Entwickler von Eclipse haben ihre Ausrichtung neu überdacht: mehr Web, weniger Komplexität. Das ist Ergebnis der EclipseCon 2008, die letzte Woche in Santa Clara, Kalifornien stattfand. Und sie soll ein grosser Erfolg gewesen sein.

Die Eclipse Code Base der kommende Version 4.0 - e4 (geplantes in ca. 2 Jahren) wird sind stärker ins Web hineinbewegen, meint Mike Wilson, Verantwortlicher für Platform und Icubator Projects. Realisieren soll das die Öffnung zu neuen Scriptsprachen. Künftig sollen nicht mehr nur Java-Programmierer Plugins entwickeln können. - Javascript und Actionscript stehen in der Pole-Position. Daneben steht die deutliche Verbesesrung des Desktop im Visier der Entwickler.
e4 wird auch Ideen aus der Rich Ajax Platform aufgreifen. Ein Set von Services soll die Entwicklung von interaktiven Webanwendungen vereinfachen.

Und schliesslich gab es noch eine interessante Entwicklung: eine zaghafte Versuche einer Annäherung zwischen den Eclipse-Machern und Microsoft. Dabei will der Softwareriese dabei helfen, das Standard Widget Toolkit (SWT) von Eclipse für Microsoftentwickler nutzbar zu machen. Java-Entwickler können dann Anwendungen schreiben, die im Vista-Look daherkommen. Ein Anfang - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

(via Computerwoche.de)
Fotostrecke zur eclipsecon 2008 bei Flickr

Mär14

MSDN Library - ein Wiki mit Microsoft

Ein neues Angebot steht der Microsoft-Entwicklergemeinde ab jetzt zur Verfügung: ein MSDN-Wiki, in dem nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert werden kann. Und neben Kommentaren wird sowohl das Bearbeiten als auch das Hinzufügen eigener Inhalte begrüsst bzw. explizit dazu eingeladen. Voraussetzung für die Teilnahme am Wiki ist eine Microsoft Passport- bzw. Windows Live-ID-Registrierung. Soweit ich das auf die Schnelle überblicke, ist das Lesen sogar ohne Anmeldung möglich.
Die MSDN Library soll ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Entwickler werden. Es kommt u.a. mit Beispielcode, Dokumentation, technische Artikel und Referenzmaterial. Schwerpunkt ist die die Entwicklerbibliothek für

Ausserdem hier noch eine unvollständige Liste mit Informationen zu Entwicklerbilbliotheken:

MSDN Library (deutsch)

(gefunden via Kay Giza)

Mär11

Internet Explorer 8

IE 8 Logo

Ein Topthema der CeBIT 2008 war der Internet Explorer 8. Auf Daniel Melanchthons Website gibt es ein Video zur Beta 1 für Developer mit Neuheiten und den Stichworten Activities und WebSlices. Neben Videos (MSDN TV) findet man auf der Site auch Tipps zur Installation und VPC-Images für die Nachbildung unterschiedlicher Testumgebungen. Netter Service.

Einige der Neuerungen werden sicher begierig von Entwicklern aufgenommen. Zum Beispiel die WebSlices - mit ihnen werden die Inhalte von Drittanbietern in den Webbrowser eingebunden - ohne Installation von Toolbars. Der neue IE 8 wird dynamische Webseiten bzw. Ajax-Anwendungen steuern können und automatisch URLs aktualisieren. Als wie sicher sich die neuen AcitveX-Controls im Betrieb erweisen - die können ohne administrative Rechte installiert werden - muss wohl abgewartet werden. Mit einer Crash Resiliency, die selbst bei einem Vollcrash des Browsers bei Neustart die komplette Session nachladen kann - wird man allerdings mit dem Feuerfuchs schon seit der letzten Version verwöhnt.

IE8 Beta 1 ist verfügbar in 32- und 64-bit Versionen für Windows Vista, Windows Server 2008 und 2003 SP2 und Windows XP SP2 und SP3.

Internet Explorer 8 Beta - Homepage und Download
Infos zu Activities
Infos zu WebSclices

via Kai Giza, der auch schon erste Tipps zur neuen Browserversion bereitstellt.

Feb5

Business Analysts und Desgin

Charts und Folien sind vor allem dann gut, wenn man komplexe Dinge schön in ihren Kontexten zeigen kann. Dann gehen viele Lichter auf einmal an. So ging es mir mit diesem Chart von Bryce Johnson. Wie in Eintracht findet man die jeweiligen Einzeldisziplinen nebeneinander und sieht plötzlich, warum die Requirements bei den einen nicht ganz unwichtig sind für die anderen.

Business Analylist, User Experience, Front-End Architecture Practice MindMap
Quelle: flickr

Eine gelungene Illustration um zu sehen, welche Aktivitäten, Recherchen, Untersuchungen und Technologien ineinander greifen. Da fällt mir ein, dass es für uns bei Sowatec sicher interessant wäre, uns an dieses Chart anzulehnen und ein eigenes zu entwerfen.

Jan31

Wissen und Verstehen

Gleich im Anschluss an das Posting von gestern verweise ich auf den aktuellen Artikel von Tyner Blain. (Schön wenn Inhalte so passend erscheinen.) In diesem Artikel geht es um Wissen und Verstehen bzw. deren Unterschiede.

… you can’t just know the facts; you must be able to interpret them.
I believe that in order to go from knowledge to understanding, one must have real-world insight into one’s customers. You have to dig deeper, ask better questions, and yes, put yourself directly into your customers’ shoes. (Holly Buckanan)

Diese weisen Worte treffen nicht nur für gescheite Produktvermarkung zu, sondern in gleichem Masse auch für die Produktentwicklung - hier in ihrem engsten Sinne, der Softwareentwicklung.
Tyner Blain führt aus, selbst wenn für die Requirements die richtigen Leute interviewt, wenn man die wichtigen Informationen, die man braucht zusammenträgt - selbst wenn das alles in der optimalen Weise passiert - haben wir doch nichts anderen getan, als Informationen gesammelt. Wir haben Wissen angehäuft. Aber was haben wir verstanden?

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Jan22

Mythos Mann-Monat

Letzte Woche sinnierte Brad Appleton über das feine Thema des Mythos vom Mann-Monat (engl. Man-Month). The Mythical Man-Month meint das Phänomen, dass in einem Projekt, das seine zeitlichen Ressourcen zu überschreiten droht, die Erhöhung der man power dazu führt, dass das Projekt noch später fertig wird, anstatt zügiger beendet zu werden. - Klingt unlogisch - aber die Praxis bestätigt das ziemlich sicher.

Cover Brooks Man-MonthFrederick P. Brooks hat darüber sogar ein Buch geschrieben mit gleichem Titel, das zur Zeit leider vergriffen ist, (bin ich froh, habe ich es hier seit einigen Jahren zu liegen). Ich darf extra erwähnen, dass sein Ansatz und dessen erste Niederschrift bereits aus dem Jahre 1975 (!) datiert. - Daraus ein vielzitierter Satz:

“Adding manpower to a late software project makes it later.”

Der Beitrag von Brad Appleton enthält eine Liste weiterer interessanter Hinweise zu diesem Thema. Sehr kurzweilig und natürlich ungemein praktisch.

Und gleich im Anschluss fand ich einen Artikel zur maximalen Grösse von Teams. Alles nichts neues, aber immer wieder lesenswert solche Diskussionen.

Jan21

Ein Blick in die Bibliotheken von .Net

Einer der Chefentwickler von .NET - Scott Guthrie - gab am letzten Donnerstag auf seinem Blog bekannt, dass Entwickler sich jetzt die .NET-Bibliotheken genauer anschauen dürfen. Und er kündigte gleich an, dass das im Laufe des Jahres auch für den Quellcode des Frameworks und für VS 2008 erlaubt werden wird. Das sind gute Nachrichten, gleich zu Beginn des Jahres.

You’ll be able to download the .NET Framework source libraries via a standalone install (allowing you to use any text editor to browse it locally). We will also provide integrated debugging support of it within VS 2008. (Guthrie)

Der Zugang zum Quellcode und die Integration des Debuggers macht das Arbeiten mit .NET leichter. Der Einblick in den Quellcode macht es ausserdem besser möglich zu verstehen, wie Microsoft seine Bibliotheken aufbaut.

Releasing the Source Code im Blog von Scott Guthrie

Dez28

Open-Source-Projekte für Java - ein aufschlussreicher Einblick

Eine interessante Sache. Man schaut sich Open-Source-Projekte an - bespricht sie und verliert sie ein wenig aus den Augen. Gibt ja jeden Tag soviel, worüber man als Entwicklerblogger noch so schreiben kann. Und dann - nach 3 Jahren - fällt einem das ganze Zeug wieder ein, schaut sich die Projekte an und staunt: z. B. über Joda Time, Mondrian oder Hypergate So geschehen auf dem Blog von Manageability.

So I’m asking the same question I did back then. That is, what are the top 10 obscure Java projects of 2007 that deserves more respect? Well here’s my 2007 stab at that question.

Vor dem Hintergrund, dass Open source heute nicht mehr das ist, was es vor 3 Jahren war und welche aktuellen Anforderungen an Java-Lösungen anstehen, hat der Autor von Manageability eine Liste von Open-Source-Anwendungen erstellt, die nicht unterschätzt werden sollten.

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