Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Apr22

Predictive Analytics und Business Rules

Vorrausschauende oder vorhersagende Analysen - predictive analytics - sind ja zur Zeit ein echtes Buzzword. Für mich ist die Verteilung zwiischen Potential und Hype noch nicht ganz klar. Aber wie auch immer sich dieses neue Instrument entwickeln wird, ist es interessant, es auf seine Implikationen zu untersuchen. Das hat vorab einmal Paul Haley auf seinem Blog Commercial Intelligence gemacht. Ein sagenhaft informativer Artikel - das muss man neidlos anerkennen.
Der Artikel hat sich zum Ziel gesetzt, die künftigen Auswirkungen vorausschauender Analysen für das Decision-Management zu erläutern. Fast virtuos bringt der Autor einige wichtige Leitthemen für modernes, flexibles Management zusammen:

  • Business Intelligence
  • Enterprise Decision Management
  • Predictive Analytic Sweet Spots
  • Predictive Analytic Challenges

Adaptive Decision Management von Paul HaleyDankbarerweise reisst er nicht nur aktuelle Diskussionen an, sondern schätzt auch gleich noch die Bedeutungen der aktuellen Entwicklungen in einem grösseren Kontext ein. Sprich welche Bedeutung vorausschauendes Analysieren für Enterprise Decision Management hat, warum Regel nicht allein ausreichen und in welcher Weise Innovationen und ein anpassungsfähiges Management zusammengehören.

  • Predictive analytics is not enough for EDM
  • Rules are not enough for EDM
  • Innovate for Rewards with bounded Risk
  • Adaptive Decision Management (ADM)
  • Innovation and ADM

Der Artikel ist dementspreched etwas lang geworden. Und nicht nur zum Lesen braucht es seine Zeit. Auch das Verdauen will in diesem Fall mit ausreichend Ressourcen versehen sein. Das ist Stoff gleich für die ganze Woche.

zum Artikel Adaptive Decision Management

Apr8

Business Intelligence - eine Einführung

Auf tecChannel.de habe ich eine Grundlagenserie zum Thema Business Intelligence gefunden. Ist zwar schon ein paar Tage her - Januar 2008 um genau zu sein. Aber das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Als Einführung ins Thema gedacht, behandeln die 7-teilige Serie so ziemlich alle relevanten Bereiche von Business Intelligence.

  1. Einführung
  2. Datensammlung und Data Warehouses
  3. Datenmodellierung – Relationale und Multidimensionale Modelle
  4. BI-Analysemethoden OLAP & Data Mining
  5. Berichts- und konzeptorientierte Analysesysteme
  6. Informationsverteilung und Wissensmanagement
  7. Erfolgreiche Strategien für die Einführung

Einzig das Business Rules Management - als einem Treiber für Business Intelligence scheint mir etwas zu kurz zu kommen. Nichts desto trotz kann ich die sehr gut lesbaren Teile guten Gewissens weiterempfehlen.

Artikelserie auf tecChannel.de

Feb21

Vom Verschwinden der IT

Auf Tom Busers Blog fand ich die Zusammenfassung der aktuell sehr kontrovers diskutierten These über das Ableben der IT. Anlass ist ein eues Buch von Nicholas Carr, in dem er das Ende der internen IT prognostiziert. Utility Computing sei die standardisierte - die wirtschaftliche Alternative. Nicholas Carr ist für die IT-Industrie kein Unbekannter. 2003 gab es den ersten Streich: IT doesn’t matter. Nur 24 Monate später gabs dann Nachschlag - The End of Corporate Computing. Jetzt gibt es den fast konsequenten Rundumschlag: The Big Switch: Rewiring the World, from Edison to Google.

BuchcoverDie firmeneigene Datenverarbeitung ist auf lange Sicht kostenineffizient. Verursachte Aufwände stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen für ein Unternehmen. Die Entwicklung firmeneigener Software wird über kurz oder lang standardisiert werden können - und das bedeutet Einkaufen.
Einen interessanten Vergleich führt er für seine Argumentation heran: die Stromerzeugung zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Anfangs haben die Unternehmen Elektrizität noch selbst mit firmeneigenen Generatoren erzeugt. Aber schon bald wurde diese wichtige Technologie ausgelagert. Gleiches Schicksal droht den IT-Abteilungen nach Massgabe des Autors in den nächsten 15 Jahren.

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Feb6

Gartner-Umfrage nach IT-Erwartungen 2008

Die IT-Auguren Gartner EXP (Executive Programs) waren unterwegs und haben mehr als 1500 IT-Verantwortliche befragt, wie es mit deren Erwartungen für 2008 aussieht. 85% der Befragten erwarten im übrigen massgebliche Veränderungen im IT-Bereich.

Die Top 10 für Business und IT sieht in Kürze so aus:

Business

  1. Optimierung der Geschäftsprozesse (1)*
  2. 2. Neukundengewinnung und -erhalt (3)
  3. Neue Produkte und Services / Innovation (10)
  4. Expansion in neue Märkte und Regionen (9)
  5. Senkung der Unternehmenskosten (2)
  6. Verbesserung der Mitarbeiter-Effizienz (4)
  7. Ausbau bestehender Kundenbeziehungen (3)
  8. Steigerung des Nutzens von Informationen und Analysen (7)
  9. Effizientere Ausrichtung auf Kunden und Märkte (–)
  10. Zukauf neuer Firmen und Kompetenzen / Fusionen & Akquisitionen (–)

Technologie

  1. Business Intelligence-Applikationen (1)*
  2. Unternehmensanwendungen: ERP, CRM und andere (2)
  3. Server und Storage-Technologien (5)
  4. Modernisierung von Legacy-Applikationen (3)
  5. Technische Infrastruktur (8)
  6. Sicherheitstechnologien (6)
  7. Netzwerk, Sprach- und Datenkommunikation (4)
  8. Technologien für ‘Collaboration’ (10)
  9. Dokumenten-Management (9)
  10. Service-orientierte Architekturen (SOA) und service-orientierte Business Applikationen

*Die Werte in Klammern bezeichnen den Rang im Vorjahr.
Interessant ist, dass in der internationalen Auswertung Wachstum generell zum wichtigsten Punkt avancierte:

Improving business processes was the No. 1 business priority for the fourth consecutive year (see Table 1). Creating new products or services (innovation) moved from being the No. 10 priority in 2007 to the No. 3 priority for 2008. Business intelligence was the No. 1 technology priority for the third year in a row.

Im deutsprachigen Ranking ist davon nichts zu sehen. Dafür steht die auf der Business-Seite die Verbesserung der bestehenden Geschäftsprozesse auf Platz Eins. Das korreliert dann mit der Wiederwahl der Anwendungen für Business Intelligence auf der Technologie-Seite.

kompletter Artikel bei Gartner
gefunden via Tom Buser

Jan30

BI und die Eindeutigkeit der Begriffe

In jedem Unternehmen, jeder Organisation gibt es ähnliche Fehler und - ich kann gleich hinzufügen - ähnliche Fehlerursachen. Soweit so gut, soweit nichts Neues. Eine dieser Fehlerquellen ist noch immer die fehlende GEMEINSAME Sprache bzw. das Fehlen eines allen gleich bedeutenden Vokabulars. Wie wichtig das auch für Business Intelligence und überhaupt für jede strategische Entscheidung ist, muss kaum betont werden. Eben fand ich einen interessanten Beitrag im BI Questions Blog, der der Frage nachgeht, warum dieses Manko wahrscheinlich gar nicht aus dem Weg geräumt werden kann.
Timo Elliott schreibt

Paradoxically, the closer we get to providing “one version of the truth”, the clearer it will be than no such thing exists.

Das klingt fast schon philosophisch und er erklärt gleich im Anschluss, warum das so ist.

  1. Es ist verrückt zu glauben, wir würden jemals nur eine einzige Meinung darüber haben, was geschieht, was die Prioritäten sind und was sich ändern sollte.
  2. Es ist überhaupt nicht klar, ob wir eine solche Gleichschaltung überhaupt wollen (das Unternehmen als totalitäres System ist keine reizvolle Vorstellung) - Die Vielfalt von Ansichten und Meinungen ist für ein Unternehmen unverzichtbar.

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Jan25

Wettbewerbsvorteile mit Business Intelligence

CIO.de, die Publikation für IT-Strategien, wies gestern auf eine Studie des Marktforschers IDC hin. Diese weist nach, dass Firmen, die Business Intelligence bereits richtig nutzen, zu den Top-Unternehmen gehören. Sie setzen sich immer weiter von den Wettbewerbern ohne BI-Technologie ab. Damit bauen sie ihren Wettbewerbsvorsprung in der Regel immer deutlicher gegenüber jenen Unternehmen aus, die ihre wichtigen Entscheidungen noch immer “aus dem Bauch” heraus treffen. - Und es ist dabei erstaunlich, dass ein Drittel aller Geschäftsentscheidungen noch immer intuitiv zustande kommen.

Befragt wurden 1072 Führungskräfte aus 22 Ländern. Die Untersuchungen ergaben ausserdem, dass führende Firmen BI vermehrt nicht nur für strategische Entscheidungen sondern auch für operative Prozesse einsetzen. In diesen Unternehmen ist das Bewussgtsein des Managementes für notwendige BI-Investitionen stark ausgeprägt.

Zum gesamten Artikel bei CIO.de

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