Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Jan23

Von Köpfen und Maschinen

Vorhersagen bzw. Vorhersagbarkeiten sind nahezu unmöglich - zumindest auf solch weite Felder wie zum Beispiel Finanzmärkte bezogen. Harvard Business hat gestern einen scherzhaften Artikel über Vorhersagen und deren Grenzen veröffentlicht, der mir zu gut gefallen hatte, darum erscheint er hier.

Our brains are great at what they do because they make educated guesses — but that also makes us vulnerable to errors in judgment. Nowhere is this more pronounced than when we try to forecast the future.

Wir Menschen können äusserst zielsicher vorhersagen, wohin ein Ball fallen wird und können als schnelle Spieler alles dafür tun, ihn zu fangen. Diese Art von Vorhersagen können wir vornehmen, ohne das das vergleichbar mit computergesteuerten Rechenoperationen wäre. - Wir können aber schon nicht mehr vorhersagen, wohin sich ein gefährliches Tier auf unserem Weg durch Wald und Flur bewegen wird. Unser Vermögen von Vorhersagen beruht im Wesentlichen auf Erfahrungen, nicht auf Berechnungen.

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Jan15

Vorhersagen für Business Intelligence 2009

Neben den Listen am Ende eines Jahres sind die Vorhersagen am Beginn eines neues beliebte Beschäftigung - sowohl in der Unterhaltungsindustrie als auch auf Business-Blogs. Einige davon sind tatsächlich nützlich oder interessant oder beides. - Wie diese Liste, die ich heute kurz zusammenfassen möchte: Was wird 2009 für Business Intelligence bringen (und was womöglich nicht). Das hat Timo Elliott auf seinem BI Question Blog als Umfrage ausgegeben. Die Ergebnisse sind aufschlussreich - und am Ende des Jahres könnte dann innegehalten und die Vorhersage überprüft werden. (Leider geht das dann beim Erstellen der Jahresendlisten immer unter, die Überprüfung der Jahresanfangprognosen).

Umfrage

Nicht weniger interessant ist die Liste der Meinungen, die Timo Elliott aus allen erdenklichen Blogs zum Theme zusammengetragen hat. Das ist eine feine komprimierte Zusammenstellung über Tools und Trends im BI-Zirkus. Aus meiner Sicht trifft James Taylor (Decision Management Blog) den Nagel am besten auf den Kopf. Deshalb zitiere ich hier mal das Zitat:

  • Cloud computing will impact decision management
  • More use of analytics by systems rather than people
  • More focus on rules from application and platform vendors
  • More business rule vendors
  • More rules in Business Process Management
  • Business rules to decision management
  • Pre-built decisioning components
  • Simulation and scenario management
  • More business user control

Seinen vollständigen Artikel kann man auf JT on EDM nachlesen.

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Dez17

Business Intelligence 2009

Der BI Questions Blog hat vorgestern ein vorausschauendes Posting veröffentlich über mögliche Fallstricke 2009. Zum Beispiel Business Intelligence. Da könnte es

1. Unternehmen geben, die ohne BI versuchen auszukommen - und scheitern.
Für am Markt aktiv agierende Unternehmen ist es inzwischen kaum noch möglich, ohne ein geplante Geschäftsanalytik die eigenen Strategien umzusetzen. BI ist eine mittel- bis langfristige Anglegenheit und - wie Timo Elliott schreibt - “important, but rarely urgent”. In ökonomisch schwierigen Zeiten wie diesen könnten die täglichen Herausforderungen dazu führen, diese dennoch wichtigen Dinge in Sachen Geschäftsanalytik zu vernachlässigen. Doch Aktionen ohne fundamentales Berichtswesen stehen auf wackelingen Füssen und sind wenig geeignet, ein Unternehmen durch unsicheres Fahrwassser zu führen.

2. Die Verantwortlichen verlassen sich auf manuell erstellte Datensammlungen - und werden damit Geld verlieren.
Administrative Taktiken wie “du sollst nicht alles kaufen” könnten dazu verführen, an der falschen Stelle zu sparen. Anstelle auf den Einsatz von speziell für BI entwickelter Software greifen Sparfüchse im Management auf die manuell kodierte SQL-Extraktion zurück oder auf die Datenmanipulation via Excel-Makros. Kurzfristig steht das Budget dann recht gut da. Die Entwicklung und Pflege selbst erstellter Lösungen kostet jedoch langfristig mehr Geld als fertige Lösungen. Der BI-Verantwortliche verlässt das Unternehmen, die Skripte sind nicht ausdokumentiert, niemand kann die selbstgestrickten Tools benutzen. Ein Anbieter für BI-Lösungen muss her, der den mangelhaften oder sehr individuellen Code dann überarbeiten soll. Über kurz oder lang muss dann doch auf ein professionell erstellte Lösung zurückgegriffen werden. Monate sind unterdessen ins Land gegangen. Von dem Schaden einmal abgesehen, den falsch erstellte Geschäftsanalytiken hinterlassen

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Dez12

Cloud Computing für die Ohren

Die “Wolkenberechnungen” (so die deutsche Übersetzung bei wikipedia.de) ist ja nicht erst seit den Trendprognosen von Gartner im Visier von IT-Verantwortlichen (sh. Trendartikel)

“In vieler Hinsicht wird Cloud Computing gerade – in sehr kurzer Zeit – zu “Cloud Business“ (Saugatuck Technology)

Dieses Zitat verdeutlicht aus meiner Sicht die Öffnung für das Thema, denn Cloud Computing dürfte sich in absehbarer Zeit von einem reinen IT zu einem business-strategischen Thema entwickeln. Für alle, die sich für Cloud Computing und vor allem sein mittel- und langfristigen Einflüsse in Unternehmen interessieren, kann ich diesen Podcast weiterempfehlen. Die Sendung ist ein aufgezeichnetes Interview mit Tim Hall (von HP) über “Heightening roles of governance in SOA, cloud and managing dynamic business boundaries”.

Bei SOA geht ja nicht einfach um Webservices. Es geht um die verschiedensten Möglichkeiten, die uns Lösungen an die Hand geben, dem Business wieder seine benötigte Flexibilität zurückzugeben. Das Business braucht Kanäle (Services), mit denen es seine Entscheidungen wieder unabhängig von Technologie treffen kann. Wenn wir SOA in dieser Weise verstehen, bildet SOA eine fundamentale Einheit für optimal fliessende Geschäftsprozesse.
Neben den Ausführungen zu SOA und seine Regulierung und Konrolle (SOA Governance) fand ich eben vor allem die Aussagen zum Cloud Computing interessant (vielleicht auch gerade vor dem Hintergrund von SOA) und was das alles mit einer zukünftigen Business Intelligence zu tun hat.
Es geht um künftige Beziehungen zwischen Nutzern und Entwicklern von Services, von Metadaten und deren Eigentümern, es geht um die Nutzung von Lösungen, um diese Dinge zu verwalten. Es gilt letztlich neue Beziehungsmuster zu etablieren, mit denen man die eigenen Daten (auch sensible) verwalten und auswerten kann.

As we move into a more comprehensive cloud set of offerings, we’re going to need to federate the different instances of services, metadata, their ownership, the consumption of those pieces, and really formalizing the relationships of using tools between the consumers and providers of those things.

Cloud Computing braucht neue Ansätze für eine Verständnis von Teilen (im Sinne des technischen Sharing) - es braucht ein neues Agreement von Partnerschaft, es braucht revolutionäre Sicherheitskonzepte, deren Fehlen ja heute noch weitgehend das Konzept des Cloud Computing ausbremst.

wer das gesamte Interview noch einmal nachlesen möchte. Dana Gardner (die Interviewer) war so freundlich, das Gespräch vollständig niederzuschreiben.

der Podcast von Dana Gardner’s BriefingsDirect
zum Transkript.

Nov27

CEP ist nicht BPM und auch nicht BRMS

Es gibt Blogeinträge, da ist die Welt nach dem Lesen nicht die gleiche wie davor. - Oder so ähnlich. Jedenfalls hat mir die Lektüre von Carole-Ann zur Entmystifizierung von CEP heute so ein Aha-Erlebnis verschafft. CEP bzw. Complex Event Processing als

ein Themenbereich der Informatik, der sich mit der Erkennung, Analyse, Gruppierung und Verarbeitung voneinander abhängiger Ereignissen (engl. Events) beschäftigt. (wikipedia.de)

Da gab es für mich hin und wieder Fragezeichen, die durch meinen Kopf wanderten. Dank des Artikels sind nun die Unterschiede und Abgrenzungen von Werkzeugen des Prozessmanagements und Business-Rules-Management-Systemen recht deutlich geworden.

Business-Prozessmanagement (BPM) und Business-Rules-Managementsysteme (BRMS) nutzen zwei Arten von Technologien: BRMS-Werkzeuge werden eingesetzt, um Businessverantwortliche ihre Entscheidungen treffen zu lassen. BPM-Tools werden für die Ausführung von Prozessen genutzt, die auf jene Entscheidungen zurückgehen, die ein BRMS-Tool abbildet. So weit, so gut. Als CEP auf den Plan trat, gab es Fragen bezüglich seiner Unterscheidbarkeit zu BPM und BRMS und letztlich seines Einsatzgebietes - oder wie Carol-Ann beschreibt:

When CEP comes into the picture, we feel compelled to question this model.  Is CEP the right technology for processes?  Is it the right technology for decisions?  Some go as far as questioning whether CEP should replace Business Intelligence (BI) and/or Business Activity Monitoring (BAM).

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Nov26

Visualisierte Datenmengen

Anfang nächsten Jahres findet in Darmstadt eine vielversprechenden Veranstaltung statt. Es geht um neue Forschungsergebnisse für die effektive Datenanalyse mit Visual Business Intelligence. Mit anderen Worten - es geht um neue Möglichkeiten der Visualisierung umfangreicher Datenmengen. Zu diesem Thema werden sich im Januar 2009 Experten aus Forschung und Wirtschaft treffen. Nicht zum ersten Mal. Der Analytics Day findet zum vierten Mal statt.

Die Datenmengen die im täglichen Business wachsen und wachsen. Ohne sie ist es jedoch kaum noch möglich, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Analyse wertet vor allem Daten des Unternehmens und des Marktes (inklusive der Mitbewerber) aus. Immer mehr wird erfasst und so entstehen schnell unhandliche Reports, die eine effiziente Auswertung kaum noch erlauben.
Am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) entwickeln die Forscher und Forscherinnen neue Lösungskonzepte. Der Forschungsschwerpunkt “Visual Analytics” sucht nach Schnittstellen zwischen Business Intelligence und visuellen Werkzeugen. Das Ergebnis ist Visual Business Intelligence -eine präzise, interaktive Möglichkeite der Datenanalyse. Die Agenda klingt ziemlich rund und ich bin gespannt, was die Tagung an neuen Entwicklungen aufzeigen wird.

  • Visual Business Intelligence bei SAP (r. Knut Manske, SAP Research)
  • Von Daten über graphische Darstellungen zur Entscheidung (Dr. Jörn Kohlhammer, Fraunhofer IGD)
  • Visual Analytics für zeitorientierte Daten (Prof. Dr. Silvia Miksch, Donau-Universität Krems)
  • Hochwertige Daten und Informationen für die Entscheidungsunterstützung (Marc Hörold, Hoppenstedt)
  • Umgang mit massiven Datenmengen für Business Intelligence (Volker Saggau und Keith Wood, Sybase)
  • Nutzung von Informationen für die transparente Unternehmensplanung (Roland Pulfer, Pulinco Engineering
  • Nutzung von Visualisierung in Trading Front-Ends (Holger Arndt, Spring Technologies)

4. Analytics Day: Visual Business Intelligence –
Visueller Zugang zu unternehmensrelevanten Daten

Zeit: Donnerstag, 22. Januar 2009, 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt.

Zum detaillierten Programm und Anmeldeformular.

Nov25

Microsofts BI-Konferenz in Wien

Nachdem im letzten Jahr die Resonanz auf die Konferenz zu Business Intelligence so gross war, hatte Microsoft eine Folgeveranstaltung in Aussicht gestellt. Die wird diese Woche im Wiener Leopoldmuseum stattfinden . Am Donnerstag, den 27.11. - um genau zu sein. Das Thema Business Intelligence gehört nach Gartner zu den 10 wichtigsten IT-Strategien 2009 (siehe hier). Kein Wunder wird auf der Konferenz nicht gekleckert. Andy Kamlet, Marketing-Chef und Ian MacDonald (BI Lead in Westeuropa) präsentieren ihre Vorstellung von 360° Business Intelligence.

Das Programm klingt interessant und vor allem die Panels am Nachmittag könnten den einen oder anderen v

  1. Richtige Entscheidungen treffen
  2. Microsoft Business Intelligence – Lösung und Vision
  3. Die CFO-Rolle im Umbruch
  4. 360° Business Intelligence

Nachmittags gibt es dann Vorträge von BI-Partnern, die hauptsächlich angewandte Projekte vorstellen. Mich persönlich würden “Data Mining - Konzepte und Anwendung” und “Forecasting in der Praxis” besonders interessieren. Es reicht längst nicht mehr, Analyse und Reporting als Instrumente für automatisierte Entscheidungen einzusetzen: Stichwort Voraussagbarkeit. Die gesammelten Daten müssen wesentlich effizienter genutzt werden. Darüber versprechen die Vorträge Auskunft zu geben.

weiterführende Information
Tagesprogramm
zum Konferenz-Blog

Nov21

Von der Information technology zur Business Technology

Auf James Taylor’s Decision Management finde ich immer wieder informative Diskussionen und Anregungen. Gestern gab es einen Dreiteiler zum Thema Business Technologie bzw. warum es so wichtig ist, jene Transformation von der Informationstechnologie (IT) zur Business Technology (BT) zu vollziehen. Denn die Kontrolle über die technologischen Systeme bzw. von ihnen gesteuerte Prozesse zurückzugewinnen - ist ja nicht umsonst auch ein so wichtiges Thema des Business Rules Managements. Und weil das im Artikel benutzte Eingangszitat eines anderen Bloggers so treffend ist, übernehme ich es einfach mal und gehe dann etwas auf die drei Blogeinträge ein.

“If we don’t get from IT (Information Technology) to BT (Business Technology) we’re going to have more disasters like our present mortgage meltdown. Why? Because IT creates impenetrable systems that human beings can’t manage. BT is about human beings back in control” (George Colony in BPM and SOA: Where IT Is Going if Real People Take It There )

Nach James Taylor sind die Kernelemente dieses Wechsels von der Informations- zur Business-Technologie folgende:

  • Business control - Wie lassen sich die aktuellen IT-Systeme im täglichen Business effizient nutzen?
  • Business agility - Wie kann die (technische) Schwerfälligkeit der IT mit den Bedürfnissen nach im schneller geforderten Reaktionszeiten vereinbart werden.
  • Business intelligence - Wie kann das Business in einem umfassenden Sinn an Intelligenz gewinnen?

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Nov12

Die zehn IT-Strategien 2009

Listen führen ja zuweilen ein Eigenleben. Überhaupt sind sie ein Trend, der in jeden Winkel unseres Alltags krabbelt. Poll-Listen für die beste Band des Jahres oder das beste Video. Wunschlisten, Hochzeitslisten und natürlich IT-Top-10-Listen.  Gartner hat wieder eine zusammengestellt: die zehn erfolgversprechendsten IT-Strategien für das kommende 2009. Diese Technologien werden sich spürbar auf die langfristige Planung auswirken. Sie sind in hohem Masse strategischentweder weil sie endlich Marktreife erlangt haben oder weil ihre frühzeitige Anwendung strategische Vorteile mit sich bringen. Als strategisch definiert Garnter Technologien, die das Potential haben, in den nächsten drei Jahren erheblichen Einfluss auf Unternehmen nehmen werden. Signifikanter Einfluss meint entweder eine hohe Wahrscheinlichkeit für Veränderungen in der IT und im Business, hohen Investitionsdruck auslösen oder das Risiko bergen, zu spät auf den Zug aufzuspringen.

“Strategic technologies affect, run, grow and transform the business initiatives of an organization,” said David Cearley, vice president and distinguished analyst at Gartner. “Companies should look at these 10 opportunities and evaluate where these technologies can add value to their business services and solutions, as well as develop a process for detecting and evaluating the business value of new technologies as they enter the market.”

Ehrlicherweise kann ich auf dieser Liste keinen Eintrag erkennen, der mich überrascht hätte. So natürlich auch nicht, dass Business Intelligence mit dazugehört. Aber der Gartner-Reihe nach:

  1. Virtualisierung.  Nicht nur die Server-Virtualisierung sondern auch die Virtualisierung in der Speichernutzung und von Anwender-Endgeräten.
  2. Cloud Computing (Cloud IT). Neben der Virtualisierung von Speicher- und Rechnerkapazitäten können beim Cloud-Computing sowohl Hard- als auch Software in Form von Services bereitgestellt werden.  Dabei geht Cloud Computung als Technologie über den Ansatz der Software-As-A-Service hinaus. Nach meiner bescheidenen Auffassung wird erst die Entwicklung einer absolut sicheren Lösung für den Datentransfer der Technologie zu ihrem Durchbruch verhelfen.
  3. Servers — Beyond Blades. Gemäss diesem Trend werden Unternehmen künftig ihre Hardware nach Bedarf ausweiten. Der Fuhrpark wird eher als Gesamtressource betrachtet und deren “Verbrauch” analysiert. Hardwareverwaltung in einfach, sozusagen.
  4. Weborientierte Architekturen. Gemessen an der zur Zeit bestorganisierten, agilsten und skalierbarsten Umgebung - dem Internent - werden sich seine Designprinzipien auch in der IT durchsetzen. Auch wenn bei weitem nicht alle IT-Bedürfnisse damit realisiert werden können, weisen die Webtechnologien doch den Weg in die Zukunft. Laut Gartner werden in den nächsten fünf Jahren immer mehr IT-Lösungen auf die Internet- bzw. Webtechnologien aufsetzen.
  5. Enterprise-Mashups. Mixe sind nicht nur in der Musik eine inzwischen lukrative Sparte. Auch das Mischen verschiedener IT- und vor allem weborientierten Angebote feiert Erfolge. Unternehmen kommen immer stärker in Versuche, die trendigen Applikationen aus der Web-2.0-Küche für sich zu entdecken. Nach Gartner wird die Entwicklungsumgebung für solche Enterprise-Mixe bis 2010 immer mehr an Fahrt aufnehmen. Anwendungentwickler und IT-Entscheider sollten das Potential dieses wachsenden Marktes im Auge haben und sie ständig auf die Brauchbarkeit für das eigenen Unternehmen abklopfen.
  6. Spezialisierte Systeme. Ein anderer Hardware-Trend geht in Richtung Spezialisierung. Server sollen künftig für sehr spezifische Aufgaben ausgelegt werden - weg von der umfassenden Nutzung als Ressourcenverteiler und Datenschleuder. Gartner erwartet, dass immer mehr Server zum Einsatz kommen, deren Software auf einen einzigen Zweck zugeschnittenen ist. Daraus entstehen immer stärkere, heterogene Systeme in Hochleistungsumgebungen.
  7. Soziale Software und soziale Netze. Sie enthalten ein breites Feld an Technologien - zum Beispiel kollaborative Anwendungen, soziale Medien und gemeinschaftliche Bewertungssysteme. Unternehmen sollten prüfen, ob und welcher Form sie diese sozialen Dimensionen in ihrer Kommunikationauf ihren Websites berücksichtigen - besser heute als morgen.
  8. Unified Communications (UC). Während der nächsten fünf Jahre wird es eine Konsolidierung im Markt der Kommunikationsdienstleister geben. Unternehmen müssen ihre Kommunikationsstrategien darauf einstellen. Das heisst die Kommunikation und ihre Werkzeuge umsichtig prüfen und ihren Einsatz mit Bedacht planen.
  9. Business Intelligence (BI). Sie war 2008 ganz oben auf der Liste der CIO-Topentscheider. Und das, weil Business Intelligence sich sehr mächtig bis in alle Bereiche des Unternehmens ausbreiten kann - je nach Reife bzw. Organisationstiefe. Vom Topmanagement bis zu Angestellten sind die positiven Auswirkungen der Entscheide, die auf BI zurückgehen, zu spüren. In der Regel wird ein gesamter Prozess von den Änderungen erfasst - von der Strategie bis zum operativen Geschäft. Kein Wunder, fällt Anwendungen und Werkzeugen, die für BI zum Einsatz kommen, verstärkte Aufmerksamkeit zu. z
  10. Green IT. Nicht erst seit Angela Merkel und dem Global Warming werden Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in die Chefetagen der IT diskutiert. Dennoch hat vor die Debatte um die Treibhauseffekte Einiges dazu beigetagen, dass dieser Punkt auf den Agenden einigen Boden gut machen konnte. Und anstehende Regulierungsmassnahmen werden das Bewusstsein sicher noch mehr schärfen - gleichviel wie der verschärfte Wettbewerb um die klassischen Energieressourcen, der steigende Preise auf sicher verspricht. Das bedeutet einen Run auf Technologien, die den Ressourcenhunger unserer aller Chips verringern oder auch jener, die in den Hochleistungsetagen ihren Dienst verrichten.

Die vollständig dokumentierte Liste als Gartner Pressemitteilung.
gefunden via BI Questions

Nov11

Document Shared Services

Braiconn Deutschland hat gemeinsam mit Abobe eine Studie durchgeführt, die sich mit den Potenzialen von Document shared services beschäftigt. Unter Document Shared Services versteht Braiconn

konsolidierte dokumentenbasierte Informationsprozesse im Sinne einer zentral angebotenen innerbetrieblichen Dienstleistung, die auf der Basis einer einheitlichen technologischen Umgebung voll integriert sind und bedarfsgerecht (flexibel) angepasst werden können.

Klingt noch nicht ganz so plastisch. Ich stelle mir vereinfacht gesagt, Prozesse vor, die auf Basis von Formularen angestossen, beeinflusst oder abgeschlossen werden. (Ob die zum Beispiel regelbasiert sind, kann ich da noch nicht herauslesen. Das nur am Rande.)
Einer der wichtigsten Motoren für den Einsatz von Document shared services sollte die Zentralisierung von Standardprozessen sein. Sie haben enormes Potential vor allem zeitliche Belastungen aus dem täglichen Alltag im Management herauszunehmen.

Untersucht wurden 118 Unternehmen zwischen Mai und Juni 2008. Es geht vor allem darum, in welchem Masse Komplexität, Compliance und Kosten bei diesen Prozessen in eine harmonische Beziehung gebracht werden können. Befragte Manager geben bei der Steigerung der Prozessdurchlaufzeigen Steigerungen bis zu 35% an. Das ist viel. Ausserdem konnten Prozesskosten um bis zu 30% gesenkt werden. Die Prozessflexibilität erreichte sogar einen 60%igen Zuwachs. - Zahlen, die jedem Prozessverantwortlichen runter gehen müssten wie Öl. Nach Aussage der Studie wollen 40% der Befragten die Document shared services einführen. Kein Wunder bei den Zahlen. Und diese Zahl ist wohl nur vorübergehende Schätzung, denn die Studie belegt ausserdem, dass Managementlösungen auf Formularbasis auf dem Vormarsch sind.

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