Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Mär10

Regeln und Entscheidungen

Was Regeln und Entscheidungen zusammenhält und was sie unterscheidet, ist eine oft gestellte Frage, wenn Sowatec zum Thema Business Rules Management berät: Was unterscheidet sie eigentlich genau und welche Abhängigkeiten sind am Werk.
Grundsätzlich lassen sich zu Entscheidungen und ihren Bedingungen drei wesentliche Aussagen treffen.

  • Entscheidungen sind von den Prozessen, Systemen bzw. Events strikt zu unterschieden d. h. sie müssen getrennt betrachtet werden. Erst dadurch ist erste ihre Identifizierung und damit Verwaltung möglich.
  • Regeln, die für Entscheidungen nötig sind, werden in je nach Ziel bzw. Fokus orientierten Regel”gruppen” zusammengefasst.
  • Die Verwaltung eines Regelsets obliegt den Verantwortlichen für die Herkunft der jeweiligen Regeln (Legal, Marketing, Firmenpolitik etc.). Erst wenn Regeln sich ändern, hat das Auswirkungen auf zu treffende Entschedungen, nicht umgekehrt.

Regeln bzw. Business Rules sind also Bedingungen für das Decision Management und seine Werkzeuge, den Decision Services. Bei James Taylor habe ich einen recht guten Artikel zu Decision Services gefunden: Here’s how decisions and rules relate

Mär9

Predictive Analytics für Einsteiger

Ein einführendes Webinar (live web seminar) zum Thema predictive analytics wird es am kommenden Freitag (13. März) geben. James Taylor hatte das Seminar kurz und knapp auf seinem Blog JT on EDM angekündigt. Die Veranstaltung findet 10:30 am PST - bzw. 17.30 nach bürgerlicher Zeit statt.

Das Thema der vorhersagbaren Analysen ist im Enterprise Decision Management ein Thema mit wachsender Bedeutung. Nach Meinung von James Taylor gehören predictive analytics zu den kritischen Bedingungen für den Erfolg im Unternehmen. Neben einer Einfühurng bzw. Übersicht zum Thema sollen vor allem konkrete Beispiele aus der Praxis demonstriert werden. Diese Erfolgsgeschichten sollen verdeutlichen, in welchem Masse Vorhersagen Managern bei ihrer Arbeit helfen. Denn mit etwas weniger genauen Worten könnte man predicitive analytics so umschreiben: man betreibe die Analyse von Data Mining mit den Mitteln der Marktforschung - also die Ausswertung bereits erhobener Daten mit Instrumenten der Marktforschung. Solchen Instrumenten stehen Informationstechniker von ihrer Art her und historisch betrachtet eher skeptisch gegenüber, weshalb das Thema durchaus kontrovers diskutiert wird. Ein Grund mehr, gerade auch für die Skeptiker, da mal reinzuschauen.

Zur Registrierung für das Webinar
predictive analytics und Enterprise Decision Management bei wikipedia.org

Mär5

Lagebericht IT-Sicherheit 2009

Titelbild Lagebericht 2009Alle zwei Jahre bringt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Lagebericht zur Sicherheit heraus. Dieses Jahr zum dritten Mal und was darin steht, ist besorgniserregend. Danach steht es um die Sicherheit auf deutschen Servern noch katastrophaler als noch vor zwei Jahren. Auf einer Pressekonferenz zur Eröffnung der Cebit fasste ein Vertreter des BSI die wichtigsten Erkenntnisse bzw. Entwicklungen zur IT-Kriminalität zusammen:

  • Professionalisierung der Internetkriminalität schreitet weiter voran
  • Wirtschaftskriminalität zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen nimmt zu
  • Schadprogramme ermöglichen erhebliche Gewinne und verursachen Schäden in Milliardenhöhe

Zudem haben sich die Angriffstechniken verändert bzw. gefestigt. Die meisten Schwachstellen können von entfernten Angreifern ausgenutzt werden. Auffallendste Änderung der Angreifer ist die Verlagerung von E-Mails auf Drive-by-Downloads. Ausserdem sind die Schadprogramme immer umfassender modular aufgebaut und die Tarnmechanismen sind signifikant verbessert worden. Schliesslich hat die Zahl der DDoS-Angriffe zugenommen. Alles in allem sind die Entwicklungen besorgniserregend.

Gefahrenpotentiale

Gegenüber der Verschärfung der Attacken ist nunmehr auf Seiten der privaten Anwender eine positive Entwicklung zu beobachten. Das Bewusstsein für die private Sorge um die Sicherheit der eigenen Daten ist gestiegen. Inzwischen schützen sich 92% der privatenn Internetnutzer mit einem Virenprogramm. - Denn sind die verbleibenden 8% immer noch 8% zuviel.
Auch die kleinen und mittleren Unternehmen haben inzwischen die Relevanz geschützter IT-Anwendungen verstanden und aufgerüstet.

Grundsätzlich hält jedoch der Lagebericht 2009 fest: Die Bedrohungslage der IT-Sicherheit bei Verwaltungen, Unternehmen und Privatanwendern ist auf anhaltend hohem Niveau.

zum Lagebericht 2009
Downloadlink PDF

Mär4

Bessere Zusammenarbeit von IT und Finance

Unter dem Titel IT and finance people must learn to work together erschien letzte Woche ein kritischer Artikel. zum Verhältnis von CIO und CFO. Und das ist nach Meinung des Artikels so gar nicht im Lot. Verantwortliche aus der Technologie kämpfen noch immer darum, die unternehmerische Bedeutung der IT nachzuweisen. Doch darum kann und darf es in Zeiten wie diesen nicht mehr gehen. Stattdessen ist es für beide Seiten von entscheidender Bedeutung, eine handlungsfähige Allianz miteinander einzugehen. Das zumindest macht nach Meinung von Gartner-Analysten einzig Sinn.

“The CIO and CFO have to devote time to aligning the economic architecture and the enterprise architecture of the business. In order for CFOs and CIOs to ally closely, they must come to a shared view of value. The most powerful tools for achieving this alignment are portfolio management and enterprise architecture,” sagt Dave Aron, Vice-President und Research-Director für die Gartner Executive Programme (EXP).

Ein Verhältnis zwischen beiden, dass auf mehr Vertrauen setzt, würde spürbar bessere Kennzahlen bzw. Geschäftsergebnisse hervorbringen. Denn die wachsende Verantwortung der CFOs auf strategischer Ebene hätte direkten Einfluss auf die IT - nämlich auf wirkungsvolle Investitionen einerseits und damit auf die Einflussmöglichkeiten der IT-Verantwortlichen andererseits. Gleichzeitig würde ein Unternehmen von dieser Kollaboration an Flexibilität gewinnen, denn eine vertrauensvolle Basis zwischen CFO und CIO verbessert grundsätzlich die Kommunikation und baut unnötige Verzögerungen zwischen Planung und Umsetzung ab.

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Mär3

Freemium als Geschäftsmodell

Kürzlich fand ich - wie schon oft - einen vielversprechenden Artikel bei Tyner Blain. Diesmal ging es um die tatsächlichen Vorteile des Freemium-Geschäftsmodells. Freemium als Begriff ist seit 2006 in Gebrauch - nach einem Artikel von Fred Wilson. Das Geschäftsmodell meint nichts anderes, als dass nicht jeder Anwender bezahlt. Die Anwender entscheiden, wie sie die Anwendung nutzen wollen. Einen Teil eines Programms oder Service ist kostenlos, die Premium-Version ist dann kostenpflichtig. Wir kennen das Modell aus dem Web durch Skype und Flickr, noch länger als eingeschränkte Nutzungsmodelle von Shareware- oder Vollversionen.

Tyner Blain beschreibt in seinem Artikel etwas hintergründiger, warum das Modell erfolgreich ist bzw. für welche Geschäfte es sich das Modell lohnt. Und dass seine eigentliche Herausforderung eigentlich ist, aus den freien Anwendern zahlende zu machen. Denn die Rechnung, die dem Modell zugrunde liegt, geht nicht immer oder während des gesamten Nutzenzyklus auf. Die von Tyner Blain als entscheidend gestellte Frage ist die:

“What percentage of your users will pay when a free version is available?”

Wieviele Anwender also werden auf jene Funktionen zurückgreifen, die nur in der Premium-Version verfügbar sind. Das scheint tatsächlich eine difizile und für den Erfolg wichtige Frage zu sein. Wenn zum Beispiel - wie bei einigen Online-Angeboten - zu viel bereits in den Premiumbereich fällt, füllt man sich schnell “abgezockt” - Es baut sich ein generelles Misstrauen inklusive Widerstände auf. Wird der Funktionsumfang zu grosszügig angeboten, wird kaum jemand die kostenpflichtige Version einsetzen. Erschwerend kommt für eine sinnvolle Antwort kommt sicher hinzu, dass die Frage von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich wird beantwortet werden müssen.

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