Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Nov28

Fünf, die unser Leben verändern (sollen)

IBM hat die nächsten fünf Trends bzw. Entwicklungen lokalisiert, die unser Leben nachhaltig beeinflussen werden. In ihrem “IBM Next Five in Five” kommen sie auf denkwürde Ergebnisse. Arbeit und Freizeit werden so nachhaltig tangiert, wie es in den letzten 30 Jahren der PC und in den letzten 15 das Internet vermochten.

Ganz oben auf der Liste befindet sich das Kraftwerk on Demand. Hinter dieser Entwicklung zur mobilden Steckdose stecken extrem dünne Solarzellen, die in Strassebelage, Automobildächern oder Häuserfassaden eingelassen werden können. Das Material ist dabei so beweglich, dass es im Gegensatz zu herkömmlichen siliziumbasierten Photovoltaikelementen, keine planen Oberflächen braucht. Auch unregelmässige und gewellte Oberflächen können künftig für die Stromversorgung mit ihnen ausgestattet werden. Theoretisch also auch Kleidungsstücke, die uns den Strom für die mobilen Endgeräte liefern. Sie werden als GIGSSe hergestellt und sind deshalb in absehbarer Zeit erschwinglich, das heisst massentauglich. (Die EBZs dieser Welt wird diese Entwicklung vielleicht weniger freuen.)

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Nov27

CEP ist nicht BPM und auch nicht BRMS

Es gibt Blogeinträge, da ist die Welt nach dem Lesen nicht die gleiche wie davor. - Oder so ähnlich. Jedenfalls hat mir die Lektüre von Carole-Ann zur Entmystifizierung von CEP heute so ein Aha-Erlebnis verschafft. CEP bzw. Complex Event Processing als

ein Themenbereich der Informatik, der sich mit der Erkennung, Analyse, Gruppierung und Verarbeitung voneinander abhängiger Ereignissen (engl. Events) beschäftigt. (wikipedia.de)

Da gab es für mich hin und wieder Fragezeichen, die durch meinen Kopf wanderten. Dank des Artikels sind nun die Unterschiede und Abgrenzungen von Werkzeugen des Prozessmanagements und Business-Rules-Management-Systemen recht deutlich geworden.

Business-Prozessmanagement (BPM) und Business-Rules-Managementsysteme (BRMS) nutzen zwei Arten von Technologien: BRMS-Werkzeuge werden eingesetzt, um Businessverantwortliche ihre Entscheidungen treffen zu lassen. BPM-Tools werden für die Ausführung von Prozessen genutzt, die auf jene Entscheidungen zurückgehen, die ein BRMS-Tool abbildet. So weit, so gut. Als CEP auf den Plan trat, gab es Fragen bezüglich seiner Unterscheidbarkeit zu BPM und BRMS und letztlich seines Einsatzgebietes - oder wie Carol-Ann beschreibt:

When CEP comes into the picture, we feel compelled to question this model.  Is CEP the right technology for processes?  Is it the right technology for decisions?  Some go as far as questioning whether CEP should replace Business Intelligence (BI) and/or Business Activity Monitoring (BAM).

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Nov26

Visualisierte Datenmengen

Anfang nächsten Jahres findet in Darmstadt eine vielversprechenden Veranstaltung statt. Es geht um neue Forschungsergebnisse für die effektive Datenanalyse mit Visual Business Intelligence. Mit anderen Worten - es geht um neue Möglichkeiten der Visualisierung umfangreicher Datenmengen. Zu diesem Thema werden sich im Januar 2009 Experten aus Forschung und Wirtschaft treffen. Nicht zum ersten Mal. Der Analytics Day findet zum vierten Mal statt.

Die Datenmengen die im täglichen Business wachsen und wachsen. Ohne sie ist es jedoch kaum noch möglich, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Analyse wertet vor allem Daten des Unternehmens und des Marktes (inklusive der Mitbewerber) aus. Immer mehr wird erfasst und so entstehen schnell unhandliche Reports, die eine effiziente Auswertung kaum noch erlauben.
Am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) entwickeln die Forscher und Forscherinnen neue Lösungskonzepte. Der Forschungsschwerpunkt “Visual Analytics” sucht nach Schnittstellen zwischen Business Intelligence und visuellen Werkzeugen. Das Ergebnis ist Visual Business Intelligence -eine präzise, interaktive Möglichkeite der Datenanalyse. Die Agenda klingt ziemlich rund und ich bin gespannt, was die Tagung an neuen Entwicklungen aufzeigen wird.

  • Visual Business Intelligence bei SAP (r. Knut Manske, SAP Research)
  • Von Daten über graphische Darstellungen zur Entscheidung (Dr. Jörn Kohlhammer, Fraunhofer IGD)
  • Visual Analytics für zeitorientierte Daten (Prof. Dr. Silvia Miksch, Donau-Universität Krems)
  • Hochwertige Daten und Informationen für die Entscheidungsunterstützung (Marc Hörold, Hoppenstedt)
  • Umgang mit massiven Datenmengen für Business Intelligence (Volker Saggau und Keith Wood, Sybase)
  • Nutzung von Informationen für die transparente Unternehmensplanung (Roland Pulfer, Pulinco Engineering
  • Nutzung von Visualisierung in Trading Front-Ends (Holger Arndt, Spring Technologies)

4. Analytics Day: Visual Business Intelligence –
Visueller Zugang zu unternehmensrelevanten Daten

Zeit: Donnerstag, 22. Januar 2009, 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt.

Zum detaillierten Programm und Anmeldeformular.

Nov25

Microsofts BI-Konferenz in Wien

Nachdem im letzten Jahr die Resonanz auf die Konferenz zu Business Intelligence so gross war, hatte Microsoft eine Folgeveranstaltung in Aussicht gestellt. Die wird diese Woche im Wiener Leopoldmuseum stattfinden . Am Donnerstag, den 27.11. - um genau zu sein. Das Thema Business Intelligence gehört nach Gartner zu den 10 wichtigsten IT-Strategien 2009 (siehe hier). Kein Wunder wird auf der Konferenz nicht gekleckert. Andy Kamlet, Marketing-Chef und Ian MacDonald (BI Lead in Westeuropa) präsentieren ihre Vorstellung von 360° Business Intelligence.

Das Programm klingt interessant und vor allem die Panels am Nachmittag könnten den einen oder anderen v

  1. Richtige Entscheidungen treffen
  2. Microsoft Business Intelligence – Lösung und Vision
  3. Die CFO-Rolle im Umbruch
  4. 360° Business Intelligence

Nachmittags gibt es dann Vorträge von BI-Partnern, die hauptsächlich angewandte Projekte vorstellen. Mich persönlich würden “Data Mining - Konzepte und Anwendung” und “Forecasting in der Praxis” besonders interessieren. Es reicht längst nicht mehr, Analyse und Reporting als Instrumente für automatisierte Entscheidungen einzusetzen: Stichwort Voraussagbarkeit. Die gesammelten Daten müssen wesentlich effizienter genutzt werden. Darüber versprechen die Vorträge Auskunft zu geben.

weiterführende Information
Tagesprogramm
zum Konferenz-Blog

Nov21

Von der Information technology zur Business Technology

Auf James Taylor’s Decision Management finde ich immer wieder informative Diskussionen und Anregungen. Gestern gab es einen Dreiteiler zum Thema Business Technologie bzw. warum es so wichtig ist, jene Transformation von der Informationstechnologie (IT) zur Business Technology (BT) zu vollziehen. Denn die Kontrolle über die technologischen Systeme bzw. von ihnen gesteuerte Prozesse zurückzugewinnen - ist ja nicht umsonst auch ein so wichtiges Thema des Business Rules Managements. Und weil das im Artikel benutzte Eingangszitat eines anderen Bloggers so treffend ist, übernehme ich es einfach mal und gehe dann etwas auf die drei Blogeinträge ein.

“If we don’t get from IT (Information Technology) to BT (Business Technology) we’re going to have more disasters like our present mortgage meltdown. Why? Because IT creates impenetrable systems that human beings can’t manage. BT is about human beings back in control” (George Colony in BPM and SOA: Where IT Is Going if Real People Take It There )

Nach James Taylor sind die Kernelemente dieses Wechsels von der Informations- zur Business-Technologie folgende:

  • Business control - Wie lassen sich die aktuellen IT-Systeme im täglichen Business effizient nutzen?
  • Business agility - Wie kann die (technische) Schwerfälligkeit der IT mit den Bedürfnissen nach im schneller geforderten Reaktionszeiten vereinbart werden.
  • Business intelligence - Wie kann das Business in einem umfassenden Sinn an Intelligenz gewinnen?

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Nov17

Unternehmen und die Vorteile sozialer Netze

AT&T Map (copyright AT&T)

Social Networking verliert immer mehr seinen Nimbus als Spielerei von Nerds und Teens, die in ihrer Freizeit ihre Freunde online verwalten. Immer mehr Unternehmen erkennen seine Potentiale auch für die Kommunikation zwischen ihren Angestellten. Das belegt eine Marktstudie unter 2.510 Arbeitnehmern, die von der britischen Agentur Dynamic Markets in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden durchgeführt wurde. Soziale Netze werden darin als effiziente und Transparenz fördernde Massnahmen erkannt und immer öfter von KMU eingesetzt. Mit dieser Einstellung bewegen sich die Unternehmen in genau jene Richtung, die Al Gore beschwört. Denn das interaktive Netz soll sich lohnenderen Zielen widmen, als nur Kinderspielplatz zu sein:

“Das meiste, was heute im Bezug auf Interaktivität auf Nutzerseite im Internet passiert, ist unnötiger Blödsinn. Wir müssen das überwinden. Das Web 2.0 braucht dringend einen höheren Zweck.” (Al Gore auf der Web 2.0 Summit in San Francisco, aus pressetext.at)

Die Studie von Dynamic Markets hebt hervor, dass den Unternehmen aus dem Einsatz von interaktiven, sozialen Strukturen spürbare Vorteile erwachsen. Sie erleichtern den Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitenden und helfen dabei, Probleme effizienter zu lösen. Die Befragten gaben an, das sie mit Hilfe der sozialen Netze ihre Kreativität besser freisetzen könnten. Das schlägt sich bis hin zu den Produktivitäts- und Leistungssteigerungen durch. Parallel dazu lässt sich feststellen, das Unternehmen, die den Einsatz von Web 2.0 versäumen oder sogar verhindern, Vorteile in diesen Bereichen einbüssen.

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Nov14

Der Kelch, der vorüberzieht

Branchenbarometer Grafik via Bitkom.org

In den News von ZDNet.de steht heute, dass für drei Viertel (72%) der ITK-Unternehmen die Finanzkrise keine Auswirkungen haben wird. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage unter 352 deutschen ITK-Unternehmen. Lediglich 27% hatten angegeben, dass sich die Auftragslage verschlechtert hätte. Das Fazit der Firmen: für 2009 werden keine Anpassungen vorgenommen. Das trifft auch auf die Personalpolitik zu. Auch hier wird es keine bzw. kaum nennenswerte Reaktionen auf die Krise geben. Dennoch werden die Umsatzprognosen für das nächste Jahr von immerhin 43% der Unternehmen nach unten korrigiert.
Die Umfrage ergab ausserdem, das einzelne Segmente der ITK-Branche unterschiedlich von der Finanzkrise betroffen seien. Danach sind es vor allem die Hardware-Hersteller, die die Auswirkungen zu spüren bekommen. Dieser Sektor rechnet mit Turbulenzen. Software- und IT-Dienstleister agieren offensichtlich in einem robusteren Umfeld. Hier wird vom Bitkom-Präsidenten Scheer sogar ein Wachstum vorhergesagt. (Das freut mich natürlich für die Sowatec AG.)

Ehrlichgesagt halte ich die Aussichten für 2009 im Moment noch für etwas verfrüht. Mit einer ersten Prognose würde ich die Ergebnisse des dritten bzw. vierten Quartals von 2008 abwarten.

zum ZDNet-Artikel
zum aktuellen 24. Bitkom-Branchenbarometer (Rückblick auf das 2. Quartal 2008, Ausblick auf das 3. Quartal 2008, Erwartungen für 2008)

Nov13

Sarbanes-Oxley in action

Am amerikanischen Markt kommt der Sarbanes-Oxley Act (SOX oder Sarbox) nach fünf Jahren Dienstzeit nicht mehr so gut an - oder anders gesagt, mehren sich die Zweifel am Sinn des 2002 verfassten Bundesgesetzes. Es sollte solchen unternehmerischen Katastrophen wie Enron oder Worldcom künftig verhindern.
Bei TechCrunch erschien dieser Tage eine Artikel mit recht vielen Kommentaren. In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass sich sogar die Autoren des Gesetzen inzwischen davon zu distanzieren beginnen. Interessant sind die Reaktionen, die von “komplett streichen” bis “überarbeiten und neue Fassung” oder sogar “I like it” reichen. Ich gebe hier mal eine Zusammenfassung jener Probleme für (zumeist) amerikanische Unternehmen, die der Artikel aufgreift.

  1. Weder Bilanzdefizite noch Insolvenzen - wie jene von Bear Sterns, Lehman Brothers, American International Group (AIG) und Merrill Lynch konnten mit dem Bundesgesetz verhindert werden.
  2. Durchschnittlich müssen Unternehmen seit Inkrafttreten 12 Jahre für den Börsengang sparen - davor waren es ledig fünf Jahre. Grund ist das fehlende Kaptial für die jährlich anfallenden (versteckten) Steuern.
  3. Viele kleinere, börsennotierte Unternehmen nahmen ein Delisting vor oder haben/wurden fusioniert. Als Beispiele dienen die Zahlen der Anwaltskanzlei Foley & Lardner LLP. Von 114 Small Cups haben 20% ein Delisting vorgenommen, 10% entschieden sich für einen Verkauf ihres Unternehmens und 8% haben fusioniert. - Das ist natürlich ne Menge Holz!
  4. Abwanderung ist ein anderer Effekt, der durch SOX an Kontur gewinnt. Amerikanische Unternehmen kapitalisieren sich im Ausland, um das Bundesgesetz zu umgehen. 2005 haben mehr als 30% von internationalen Unternehmen, die ursprünglich ein Listing in den USA erwogen hatten, SOX als Grund für einen Börsenwechsel angegeben - wusste die Londoner Börse zu berichten.

Eine der Regionen, die den Sarbanes-Oxley-Act am stärksten spüren, ist natürlich San Fransisco bzw. die gesamte Bay Area. So gab es im dritten Quartal diesen Jahren nur einen einzigen IPO, im vierten gar keinen. Das hatte es 1978 das letzte Mal gegeben. Das sind Auswirkungen, die man sich gerade für diese Region kaum vorstellen kann.
Wenn ich mir die negativen Entwicklungen daraufhin anschaue, bin ich eher erstaunt, wie lange sich KEIN Widerstand gegen SOX formierte.

zum TechCrunch-Artikel.

Nov12

Die zehn IT-Strategien 2009

Listen führen ja zuweilen ein Eigenleben. Überhaupt sind sie ein Trend, der in jeden Winkel unseres Alltags krabbelt. Poll-Listen für die beste Band des Jahres oder das beste Video. Wunschlisten, Hochzeitslisten und natürlich IT-Top-10-Listen.  Gartner hat wieder eine zusammengestellt: die zehn erfolgversprechendsten IT-Strategien für das kommende 2009. Diese Technologien werden sich spürbar auf die langfristige Planung auswirken. Sie sind in hohem Masse strategischentweder weil sie endlich Marktreife erlangt haben oder weil ihre frühzeitige Anwendung strategische Vorteile mit sich bringen. Als strategisch definiert Garnter Technologien, die das Potential haben, in den nächsten drei Jahren erheblichen Einfluss auf Unternehmen nehmen werden. Signifikanter Einfluss meint entweder eine hohe Wahrscheinlichkeit für Veränderungen in der IT und im Business, hohen Investitionsdruck auslösen oder das Risiko bergen, zu spät auf den Zug aufzuspringen.

“Strategic technologies affect, run, grow and transform the business initiatives of an organization,” said David Cearley, vice president and distinguished analyst at Gartner. “Companies should look at these 10 opportunities and evaluate where these technologies can add value to their business services and solutions, as well as develop a process for detecting and evaluating the business value of new technologies as they enter the market.”

Ehrlicherweise kann ich auf dieser Liste keinen Eintrag erkennen, der mich überrascht hätte. So natürlich auch nicht, dass Business Intelligence mit dazugehört. Aber der Gartner-Reihe nach:

  1. Virtualisierung.  Nicht nur die Server-Virtualisierung sondern auch die Virtualisierung in der Speichernutzung und von Anwender-Endgeräten.
  2. Cloud Computing (Cloud IT). Neben der Virtualisierung von Speicher- und Rechnerkapazitäten können beim Cloud-Computing sowohl Hard- als auch Software in Form von Services bereitgestellt werden.  Dabei geht Cloud Computung als Technologie über den Ansatz der Software-As-A-Service hinaus. Nach meiner bescheidenen Auffassung wird erst die Entwicklung einer absolut sicheren Lösung für den Datentransfer der Technologie zu ihrem Durchbruch verhelfen.
  3. Servers — Beyond Blades. Gemäss diesem Trend werden Unternehmen künftig ihre Hardware nach Bedarf ausweiten. Der Fuhrpark wird eher als Gesamtressource betrachtet und deren “Verbrauch” analysiert. Hardwareverwaltung in einfach, sozusagen.
  4. Weborientierte Architekturen. Gemessen an der zur Zeit bestorganisierten, agilsten und skalierbarsten Umgebung - dem Internent - werden sich seine Designprinzipien auch in der IT durchsetzen. Auch wenn bei weitem nicht alle IT-Bedürfnisse damit realisiert werden können, weisen die Webtechnologien doch den Weg in die Zukunft. Laut Gartner werden in den nächsten fünf Jahren immer mehr IT-Lösungen auf die Internet- bzw. Webtechnologien aufsetzen.
  5. Enterprise-Mashups. Mixe sind nicht nur in der Musik eine inzwischen lukrative Sparte. Auch das Mischen verschiedener IT- und vor allem weborientierten Angebote feiert Erfolge. Unternehmen kommen immer stärker in Versuche, die trendigen Applikationen aus der Web-2.0-Küche für sich zu entdecken. Nach Gartner wird die Entwicklungsumgebung für solche Enterprise-Mixe bis 2010 immer mehr an Fahrt aufnehmen. Anwendungentwickler und IT-Entscheider sollten das Potential dieses wachsenden Marktes im Auge haben und sie ständig auf die Brauchbarkeit für das eigenen Unternehmen abklopfen.
  6. Spezialisierte Systeme. Ein anderer Hardware-Trend geht in Richtung Spezialisierung. Server sollen künftig für sehr spezifische Aufgaben ausgelegt werden - weg von der umfassenden Nutzung als Ressourcenverteiler und Datenschleuder. Gartner erwartet, dass immer mehr Server zum Einsatz kommen, deren Software auf einen einzigen Zweck zugeschnittenen ist. Daraus entstehen immer stärkere, heterogene Systeme in Hochleistungsumgebungen.
  7. Soziale Software und soziale Netze. Sie enthalten ein breites Feld an Technologien - zum Beispiel kollaborative Anwendungen, soziale Medien und gemeinschaftliche Bewertungssysteme. Unternehmen sollten prüfen, ob und welcher Form sie diese sozialen Dimensionen in ihrer Kommunikationauf ihren Websites berücksichtigen - besser heute als morgen.
  8. Unified Communications (UC). Während der nächsten fünf Jahre wird es eine Konsolidierung im Markt der Kommunikationsdienstleister geben. Unternehmen müssen ihre Kommunikationsstrategien darauf einstellen. Das heisst die Kommunikation und ihre Werkzeuge umsichtig prüfen und ihren Einsatz mit Bedacht planen.
  9. Business Intelligence (BI). Sie war 2008 ganz oben auf der Liste der CIO-Topentscheider. Und das, weil Business Intelligence sich sehr mächtig bis in alle Bereiche des Unternehmens ausbreiten kann - je nach Reife bzw. Organisationstiefe. Vom Topmanagement bis zu Angestellten sind die positiven Auswirkungen der Entscheide, die auf BI zurückgehen, zu spüren. In der Regel wird ein gesamter Prozess von den Änderungen erfasst - von der Strategie bis zum operativen Geschäft. Kein Wunder, fällt Anwendungen und Werkzeugen, die für BI zum Einsatz kommen, verstärkte Aufmerksamkeit zu. z
  10. Green IT. Nicht erst seit Angela Merkel und dem Global Warming werden Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in die Chefetagen der IT diskutiert. Dennoch hat vor die Debatte um die Treibhauseffekte Einiges dazu beigetagen, dass dieser Punkt auf den Agenden einigen Boden gut machen konnte. Und anstehende Regulierungsmassnahmen werden das Bewusstsein sicher noch mehr schärfen - gleichviel wie der verschärfte Wettbewerb um die klassischen Energieressourcen, der steigende Preise auf sicher verspricht. Das bedeutet einen Run auf Technologien, die den Ressourcenhunger unserer aller Chips verringern oder auch jener, die in den Hochleistungsetagen ihren Dienst verrichten.

Die vollständig dokumentierte Liste als Gartner Pressemitteilung.
gefunden via BI Questions

Nov11

Document Shared Services

Braiconn Deutschland hat gemeinsam mit Abobe eine Studie durchgeführt, die sich mit den Potenzialen von Document shared services beschäftigt. Unter Document Shared Services versteht Braiconn

konsolidierte dokumentenbasierte Informationsprozesse im Sinne einer zentral angebotenen innerbetrieblichen Dienstleistung, die auf der Basis einer einheitlichen technologischen Umgebung voll integriert sind und bedarfsgerecht (flexibel) angepasst werden können.

Klingt noch nicht ganz so plastisch. Ich stelle mir vereinfacht gesagt, Prozesse vor, die auf Basis von Formularen angestossen, beeinflusst oder abgeschlossen werden. (Ob die zum Beispiel regelbasiert sind, kann ich da noch nicht herauslesen. Das nur am Rande.)
Einer der wichtigsten Motoren für den Einsatz von Document shared services sollte die Zentralisierung von Standardprozessen sein. Sie haben enormes Potential vor allem zeitliche Belastungen aus dem täglichen Alltag im Management herauszunehmen.

Untersucht wurden 118 Unternehmen zwischen Mai und Juni 2008. Es geht vor allem darum, in welchem Masse Komplexität, Compliance und Kosten bei diesen Prozessen in eine harmonische Beziehung gebracht werden können. Befragte Manager geben bei der Steigerung der Prozessdurchlaufzeigen Steigerungen bis zu 35% an. Das ist viel. Ausserdem konnten Prozesskosten um bis zu 30% gesenkt werden. Die Prozessflexibilität erreichte sogar einen 60%igen Zuwachs. - Zahlen, die jedem Prozessverantwortlichen runter gehen müssten wie Öl. Nach Aussage der Studie wollen 40% der Befragten die Document shared services einführen. Kein Wunder bei den Zahlen. Und diese Zahl ist wohl nur vorübergehende Schätzung, denn die Studie belegt ausserdem, dass Managementlösungen auf Formularbasis auf dem Vormarsch sind.

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