Oder Banken und ihr Wasserverbrauch - welch ungewöhnliche Gegenüberstellen? - Im Zeitalter von Green ganz und gar nicht mehr. Und auch nicht, wenn man sich den aktuellen Artikel auf BankerVision durchliest. Nach nur wenigen Sätzen wird klar worauf der Artikel hinausläuft. Es geht um die Ressource Wasser und um ihre Limitierung. Und wenn man liest, dass um diese Ressource in den nächsten Dekanden Kriege ausgefochten werden, ist das für die wenigsten neu.
Neu ist vielleicht zu erfahren, was an Wasser (in Litern) es eine Bank kostet, ihre Daten zu halten. James Gardner, der Autor des Blogs, rechnet den Wasserverbrauch für die Chips einer durchschnittlichen Bank mal durch:
Die Herstellung eines Computerchips kostet 45.4 Liter. Er überschlägt das Chip-Aufkommen eines Datenzentrums grob mit 400′000 Chips. - Berechnungsgrundlage sind eine angemessene Grösse von 20′000 CPUs, die über die Plattformen verteilt sind und pro CPU arbeiten ihr etwa 10 andere Chips zu. Nach Adam Riese kommen da pro Datenzentrum 18.16 Millionen Liter Wasser zusammen. Ohne die Kosten für Kühlung und physischer Sicherung der Daten zu berücksichtigen.
If you’re a typical bank, you’ll be cycling your platforms every couple of years. Let’s say everything is refreshed every three, for our purposes here. That doubles the water consumption across a three year time frame for a huge 36.32 million litres of water, just for the chips.
Und wohl gemerkt, wir sprechen hier nur von den Chips in den Maschinen. Nicht berechnet sind die Kosten für den gesamten “Fuhr”park und den Rest der Bank.
Das ist fürs erste einen Aha-Effekt wert. Auf den zweiten, nachhaltigeren Blick kommt mir in den Sinn, wer wird den Banken und all den anderen Firmen mit intensiver Datenhalten (und welche sind das in Dekaden nicht) eigentlich dieses Wasser zur Verfügung stellen? - Ob es da wohl wirklich langfristige Szenarien in den oberen Etagen multinational und global agierender Unternehmen gibt. So Zeithorizonten von 20-30 Jahren? - Die Preise für all das, was so viel Wasser braucht, werden ins Exorbitante steigen (müssen).
Zum Artikel
interessante Zahlen in Freshwater Consumption (pdf, 5MB)