Mobile Zahlungen
Das Thema mobile Banking ist ja nicht wirklich neu. Heute schreibt Heise dazu einen Artikel der mich aufhorchen lässt. Vorrangig beschreibt er den Einsatz von Transaktionen via Handy in infrastrukturarmen Ländern. Vorreiter Kenia, die Mongolei oder Afghanistan. Die bestehenden Konzepte scheinen sich auszuzahlen. Was auf den ersten Blick trotzdem erstaunt: sowohl Kenia als auch Afghanistan gehörten für mich bis eben nicht zu jenen Ländern, aus denen Innovationen für Mobiles Payment zu erwartengewesen wären.
“Mobile Finance wird größer als SMS” – mit dieser gewagten Prophezeiung ließ Michael Joseph, CEO des kenianischen Mobilfunk-Netzbetreiber Safaricom, auf dem Mobile World Congress in Barcelona aufhorchen. Sein Unternehmen betreibt einen M-PESA genannten Dienst, der es Safaricom-Kunden ermöglicht, per SMS Geldbeträge an beliebige Mobilfunknutzer unter Angabe der Rufnummer zu überweisen. Der Betrag wird von einem speziellen Guthabenkonto des Kunden abgezogen und kann bei einem der zahlreichen M-PESA-Agenten in ganz Kenia abgehoben werden. Um Geld versenden zu können, benötigt man kein Bankkonto, muss sich aber einmal registrieren.
Dass wir sofort etliche Sicherheitsprobleme vermuten, liegt sicherlich nahe. Die gibt es auch, scheinen aber weniger gravierend zu sein, als mir auf den ersten Blick einfällt. Zum Beispiel, was, wenn ich ausversehen die falsche Handynummer für den Empfänger des Betrages eingebe?
Wie es aussieht, gehen technisch orientierte Anbieter wesentlich entspannter an die Sache ran, als es für Finanzinstitute gesund wäre. Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung in jenen Ländern und wie lange die flächendeckende Umsetzung hierzulande auf sich warten lassen wird.
zum gesamten Heise-Artikel
zum Mobile World Congress Barcelona
