Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Jan30th

BI und die Eindeutigkeit der Begriffe

In jedem Unternehmen, jeder Organisation gibt es ähnliche Fehler und - ich kann gleich hinzufügen - ähnliche Fehlerursachen. Soweit so gut, soweit nichts Neues. Eine dieser Fehlerquellen ist noch immer die fehlende GEMEINSAME Sprache bzw. das Fehlen eines allen gleich bedeutenden Vokabulars. Wie wichtig das auch für Business Intelligence und überhaupt für jede strategische Entscheidung ist, muss kaum betont werden. Eben fand ich einen interessanten Beitrag im BI Questions Blog, der der Frage nachgeht, warum dieses Manko wahrscheinlich gar nicht aus dem Weg geräumt werden kann.
Timo Elliott schreibt

Paradoxically, the closer we get to providing “one version of the truth”, the clearer it will be than no such thing exists.

Das klingt fast schon philosophisch und er erklärt gleich im Anschluss, warum das so ist.

  1. Es ist verrückt zu glauben, wir würden jemals nur eine einzige Meinung darüber haben, was geschieht, was die Prioritäten sind und was sich ändern sollte.
  2. Es ist überhaupt nicht klar, ob wir eine solche Gleichschaltung überhaupt wollen (das Unternehmen als totalitäres System ist keine reizvolle Vorstellung) - Die Vielfalt von Ansichten und Meinungen ist für ein Unternehmen unverzichtbar.

Dem ist natürlich kaum etwas entgegenzusetzen und erklärt vielleicht wirklich ganz gut, wo eigentlich der Casus Knaxus ist bei dem Problem, dass wir im Verbund und Kommunikation mit anderen selten Einigkeit über unser Vokabular erlangen werden. - Andererseits bleibt wohl keinem Unternehmen bzw. keiner Organisation erspart, einen Ausweg aus dieser linguistischen oder erkenntnistheoretischen Tatsache zu suchen.
Der Autor schlägt ein paar Dinge vor, die Unternehmen beherzigen sollten.

  • Eine explizite Anerkennung von “unscharfen” Begriffen und eine erhöhte Fehlertoleranz
  • Förderung von verschiedenen Arbeitshypothesen, die zur Anwendung kommen können, wenn neue Informationen verfügbar sind.
  • Verbesserte Umgebungen (Systeme) für Zusammenarbeit rund um BI
  • Der Einsatz fortgeschrittener Systeme für das Strategische Management, die weit über einfache Dashboard und To-Do-Listen hinausgehen und die es jedem Bereich des Unternehmens erlauben, aktiv an den Prozessen der Strategiefindung beteiligt zu werden.

Zum kompletten Artikel.

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