Jan8th
Internet-Banking zwischen Gestern und Morgen
Ehe das neue Jahr vollends etabliert ist, will ich noch einige Neujahrsgrüsse loswerden. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erfolgreiches Neues Jahr. Auf das auch in 2008 Wünsche in Erfüllung gehen, Projekte erfolgreich beendet und Herausforderungen gemeistert werden.
Da die Sowatec AG auch Banken auf der Kundenliste haben, interessieren mich Themen aus dieser Branche natürlicherweise. Insbesondere Innovationen bzw. Analysen habe es mir scheints diese Woche angetan. Via dem Bank Channel wurde ich kürzlich auf einen interessanten aufmerksam: ein Rückblick auf die letzten Jahre mit einigen Anmerkungen für die Zukunft.Banken haben das Internet-Banking als Mittel aufgebaut, neue Geschäfte zu generieren bzw. neue Wege zu Offline-Kunden bzw. neuen Kundengenerationen zu finden. Effektivs Cross-Selling Cross-Border-Services für den Firmen- als auch das Retail-Kundensegment. Internet-Banking wird ausserdem genutzt, um profilorientierte Marketingkampagnen für die unterschiedlichen Produkte aufzusetzen.
Eine Zusammenfassung:
- Das Internet ist ein extrem effizienter Kanal für Bankgeschäfte. Mindestens 60% der Transaktionskosten gegenüber dem Offline-Banking werden über diesen Weg eingespart. Diese Zahlen werden sich mit dem Einsatz von SOA, Multi-Channel-Integration und Web-2.0-Umgebungen ändern.
- Banker auf der ganzen Welt haben verstanden, das Online-Banking-Kunden treur sind, als jene aus anderen Kanälen. Die Frage ist, ob das so bleibt, wenn die neuen Communities für Finanzdienstleistungen sich etabliert haben.
- Die Produktnutzung pro Kunden von Internet-Banking wächst exponentiell im Vergleich zu Offline-Kunden. Wird das so bleiben? Sind profilgesteuerte Marketinkampagnen langfristig effizient? Life-Cycle-Angebote sind ein wichtiges Thema.
- Die elektronische Kommunikation mit den Kunden spart für jeden Sendung 45 Cent gegenüber der klassischen Postsendung. Wenn Kontoinformationen monatlich an z. B. 5 Mill. Kunden elektronisch versendet werden, entspricht das einer Einsparung von 27 Millionen Dollar im Jahr - nach einer exemplarischen Rechnung von Gartner (von den Vorteilen des eingesparten Papiers ganz zu schweigen).
- Viele Banken haben damit begonnen, auf Transaktionsgebühren zu verzichten bzw. reduzieren ihre Preise, um die Attraktivität von Internet-Banking zu steigern.
- Banchenbeobachter weltweit haben realisiert, das Internet-Banking-Angebote das klassische Bankengeschäft nicht behindern oder gar kannibalisieren. Im Gegenteil ergänzen sie die klassischen Angebote und senken zusätzlich die steigenden Kosten für den Kundenservice.
- Banken bieten ihren Kunden personalisierbare Beratungswerkzeuge an (z. B. Quicken 2007 for Microsoft Money). Damit sollen Kunden ihre Anlagen analysieren und künftig optimaler planen können. Doch die Banken sollten im Auge behalten, wieviele Kunden diese Werkzeuge tatsächlich nutzen und womöglich falsch für die individuelle Planung einsetzen.
- Banken kämpfen mit einer fortgeschrittenen Online-Kriminalität in Form von Hacking, Phishing, Pharming, Trojanern etc. Die umfangreiche IT-Sicherheitspolitik hat Auswirkungen auf die Gesamtkonzeption der Netzwerkinfrastruktur bzw. auf Einrichtungen zum ihrem vollumfänglichen Schutz. Eine ganze Industrie wird benötigt, um die Sicherheit von Banken aber auch deren Kunden zu gewährleitsten.
- Banken müssen Haftungsgarantien erarbeiten, um für Schäden aufzukommen, die durch unautorisierte Transaktionen via Internet entstehen. Eine industrieweite Debatte ebenso wie Kooperationen unter den beteiligten Anbietern (Banken, Kartenanbietern, Automatenbauern etc.) ist ein Muss und nicht einfach nur wünschenswert.
- Mobiles Banking könnte das Volumen von Transkationen über das Internet noch überholen. Und das in in nur wenigen Jahren.
Gesamter Artikel bei Finextra (The financial technology network)