Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Jan31

Wissen und Verstehen

Gleich im Anschluss an das Posting von gestern verweise ich auf den aktuellen Artikel von Tyner Blain. (Schön wenn Inhalte so passend erscheinen.) In diesem Artikel geht es um Wissen und Verstehen bzw. deren Unterschiede.

… you can’t just know the facts; you must be able to interpret them.
I believe that in order to go from knowledge to understanding, one must have real-world insight into one’s customers. You have to dig deeper, ask better questions, and yes, put yourself directly into your customers’ shoes. (Holly Buckanan)

Diese weisen Worte treffen nicht nur für gescheite Produktvermarkung zu, sondern in gleichem Masse auch für die Produktentwicklung - hier in ihrem engsten Sinne, der Softwareentwicklung.
Tyner Blain führt aus, selbst wenn für die Requirements die richtigen Leute interviewt, wenn man die wichtigen Informationen, die man braucht zusammenträgt - selbst wenn das alles in der optimalen Weise passiert - haben wir doch nichts anderen getan, als Informationen gesammelt. Wir haben Wissen angehäuft. Aber was haben wir verstanden?

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Jan30

BI und die Eindeutigkeit der Begriffe

In jedem Unternehmen, jeder Organisation gibt es ähnliche Fehler und - ich kann gleich hinzufügen - ähnliche Fehlerursachen. Soweit so gut, soweit nichts Neues. Eine dieser Fehlerquellen ist noch immer die fehlende GEMEINSAME Sprache bzw. das Fehlen eines allen gleich bedeutenden Vokabulars. Wie wichtig das auch für Business Intelligence und überhaupt für jede strategische Entscheidung ist, muss kaum betont werden. Eben fand ich einen interessanten Beitrag im BI Questions Blog, der der Frage nachgeht, warum dieses Manko wahrscheinlich gar nicht aus dem Weg geräumt werden kann.
Timo Elliott schreibt

Paradoxically, the closer we get to providing “one version of the truth”, the clearer it will be than no such thing exists.

Das klingt fast schon philosophisch und er erklärt gleich im Anschluss, warum das so ist.

  1. Es ist verrückt zu glauben, wir würden jemals nur eine einzige Meinung darüber haben, was geschieht, was die Prioritäten sind und was sich ändern sollte.
  2. Es ist überhaupt nicht klar, ob wir eine solche Gleichschaltung überhaupt wollen (das Unternehmen als totalitäres System ist keine reizvolle Vorstellung) - Die Vielfalt von Ansichten und Meinungen ist für ein Unternehmen unverzichtbar.

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Jan25

Periodensystem zum Anfassen

Natural plutonium-containing mineralVieles, was uns die Schulzeit an Naturwissenschaften vermittelt hatte, blieb ja irgendwie blutleer. Will sagen, so ein mathematischde Formel hatte was seltsam Unkonkretes. - Auch die Periodentabelle für den Chemieunterrricht war nicht wirklich reizvoll. - Dem kann jetzt mehr haptisches Erlebnis für die Vorstellungskraft bereitgestellt werden. Ein multimedial aufgerüstetes Periodensystem. Ich kann nicht sagen, dass ich es mir immer gewünscht hätte, aber jetzt, da es da ist, ist es doch ganz schön zu wissen, wie Plutonium aussieht (oder zumindest ein Pu-enthaltendes Mineral). Zum Beispiel.

Jan25

Wettbewerbsvorteile mit Business Intelligence

CIO.de, die Publikation für IT-Strategien, wies gestern auf eine Studie des Marktforschers IDC hin. Diese weist nach, dass Firmen, die Business Intelligence bereits richtig nutzen, zu den Top-Unternehmen gehören. Sie setzen sich immer weiter von den Wettbewerbern ohne BI-Technologie ab. Damit bauen sie ihren Wettbewerbsvorsprung in der Regel immer deutlicher gegenüber jenen Unternehmen aus, die ihre wichtigen Entscheidungen noch immer “aus dem Bauch” heraus treffen. - Und es ist dabei erstaunlich, dass ein Drittel aller Geschäftsentscheidungen noch immer intuitiv zustande kommen.

Befragt wurden 1072 Führungskräfte aus 22 Ländern. Die Untersuchungen ergaben ausserdem, dass führende Firmen BI vermehrt nicht nur für strategische Entscheidungen sondern auch für operative Prozesse einsetzen. In diesen Unternehmen ist das Bewussgtsein des Managementes für notwendige BI-Investitionen stark ausgeprägt.

Zum gesamten Artikel bei CIO.de

Jan23

Bea unterm Oracle-Dach

Oracle-Bea

Im zweiten Anlauf hat es nun doch für Oracle gereicht (wir hatten hier über die erste Offerte berichtet). In einer der grössten Übernahmen in seiner Geschichte bezahlt Oracle 5,8 Miiliarden Euro für Bea Systems. Der Verwaltungsrat von BEA hat der Übernahme bereits zugestimmt. Mitte des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen werden. Damit setzt Larry Ellison seine aggressive Strategie fort, sich mittels Zukäufen als grösster Anbieter von Unternehmenssoftware an SAP vorbeizuschieben.

Wie gut die beiden Produktportfolios tatsächlich harminieren werden, darüber ist in amerikanischen Blogs eine rege Diskussion entbrannt. Zum Beispiel von hier sehr empfohlenen SOA-Talk. Michael Meehan lässt sich betreffs der Übernahme zu der Frage zu provozieren: Und jetzt? Einige Überschneidungen in der Produktpipeline sind deutlich und ob da Synergien genutzt werden können oder wesentliche Ressourcen im Verteidigungs-Hickhack verdampfen, darf gefragt werden.

  • Oracle Enterprise Service Bus versus BEA AquaLogic Service Bus
  • Oracle BPA Suite versus BEA AquaLogic BPM
  • Oracle Portal versus BEA WebLogic Portal
  • Oracle Web Services Manager versus BEA AquaLogic SOA Management
  • Orace Data Integrator versus BEA AquaLogic Data Services Platform
  • Oracle JDeveloper versus BEA Workshop

Der Autor meint There’s too much redundancy with BEA for Oracle not to produce a fairly clear roadmap of how it all fits together. Hier gehts zum kompletten Artikel bei SOA-Talk.

Auf seinem Blog Springsource spekuliert Rod Johnson über den Verbleib des Oracle Application Server OC4J und welche Rolle der WebLogic Server spielen wird. Alles spannende Fragen und Oracle selbst? - hat zu diesem Deal eine ganze eigene Seite eingerichtet.

Jan22

Mythos Mann-Monat

Letzte Woche sinnierte Brad Appleton über das feine Thema des Mythos vom Mann-Monat (engl. Man-Month). The Mythical Man-Month meint das Phänomen, dass in einem Projekt, das seine zeitlichen Ressourcen zu überschreiten droht, die Erhöhung der man power dazu führt, dass das Projekt noch später fertig wird, anstatt zügiger beendet zu werden. - Klingt unlogisch - aber die Praxis bestätigt das ziemlich sicher.

Cover Brooks Man-MonthFrederick P. Brooks hat darüber sogar ein Buch geschrieben mit gleichem Titel, das zur Zeit leider vergriffen ist, (bin ich froh, habe ich es hier seit einigen Jahren zu liegen). Ich darf extra erwähnen, dass sein Ansatz und dessen erste Niederschrift bereits aus dem Jahre 1975 (!) datiert. - Daraus ein vielzitierter Satz:

“Adding manpower to a late software project makes it later.”

Der Beitrag von Brad Appleton enthält eine Liste weiterer interessanter Hinweise zu diesem Thema. Sehr kurzweilig und natürlich ungemein praktisch.

Und gleich im Anschluss fand ich einen Artikel zur maximalen Grösse von Teams. Alles nichts neues, aber immer wieder lesenswert solche Diskussionen.

Jan21

Ein Blick in die Bibliotheken von .Net

Einer der Chefentwickler von .NET - Scott Guthrie - gab am letzten Donnerstag auf seinem Blog bekannt, dass Entwickler sich jetzt die .NET-Bibliotheken genauer anschauen dürfen. Und er kündigte gleich an, dass das im Laufe des Jahres auch für den Quellcode des Frameworks und für VS 2008 erlaubt werden wird. Das sind gute Nachrichten, gleich zu Beginn des Jahres.

You’ll be able to download the .NET Framework source libraries via a standalone install (allowing you to use any text editor to browse it locally). We will also provide integrated debugging support of it within VS 2008. (Guthrie)

Der Zugang zum Quellcode und die Integration des Debuggers macht das Arbeiten mit .NET leichter. Der Einblick in den Quellcode macht es ausserdem besser möglich zu verstehen, wie Microsoft seine Bibliotheken aufbaut.

Releasing the Source Code im Blog von Scott Guthrie

Jan11

Wissensmanagement der Zukunft

BITKOM-LogoAuf dem Dresden Future Forum habe ich ein Positionspapier der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und Neue Medien e.V.) gefunden. Es umreisst die Trends der nächsten Jahre für unser Wissen und sein Management.

Trend 1: Transformation zum „Unternehmen 2.0“ - Diese Transformation in eine partizipative Unternehmenskultur - flankiert von serviceorientierte IT-Architekturen - wird als unternehmensstrategische Aufgabe bewertet.
Trend 2: Erfolgreiches Innovationsmanagement wird zur Standortfrage
Trend 3: Die Herausforderungen des demografischen Wandels wird auch die Wissensvermittlung tangieren. Bisherige Entwicklungen auf diesem Gebiet reichen jedoch für die Anforderungen nicht aus. Es bedarf weiterer Innovationen.
Trend 4: Umweltverträgliche IT-Landschaften - Green Computing - werden an Bedeutung gewinnen - als energiepolitische Gegenmassnahmen zu dem steigenden Ressourcenhunger von Web 2.0 und 3D-Anwendungen.
Trend 5: Die globale Vernetzung treibt nicht nur die Wirtschaft an. Auch transnationalen Einrichtungen und Nicht-Regierungsorganisationen profitieren von einem globale Wissensmanagement.
Trend 6: Der wachsende Einsatz von Integration von Echtzeitkommunikation, Telefonie und Kollaboration erlaubt zunehmend die synchrone Kommunikation zwischen den Wissensarbeitern und Informationsverteilern.
Trend 7: SOA ermöglicht künftig eine flexibleres vorgangs- und aufgabenorientiertes Wissensmanagement. Die klassische Orientierung an fixen Dokumenten und dafür nötige Werkzeuge wird mehr und mehr verschwinden.
Trend 8: Verbesserte Suchtechniken erlauben eine intuitivere Verwaltung der unternehmerischen Wissensquellen. Deshalb sind Metadaten, Tagging und semantische Verfahren aus dem künftigen Wissensmanagement nicht mehr wegzudenken.
Trend 9: Die Verbindung von Web-2.0-Anwendungen und E-Learning-Angeboten geben letzteren neuen Auftrieb. Social-Learning-Netzwerke können den vielversprochenen Vorteilung von E-Learning endlich einlösen.
Trend 10: Verbesserte Strategie- und Steuerungs-Instrumente sowie die Einführung systematischer Prozesse für das Wissensmanagement verbessern die Zielgenauigkeit und erhöhen damit den Erfolg von Wissensmanagement-Projekten.

Die vollständige BITKOM-Trendstudie (pdf, 734 kb)

Jan8

Internet-Banking zwischen Gestern und Morgen

Ehe das neue Jahr vollends etabliert ist, will ich noch einige Neujahrsgrüsse loswerden. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erfolgreiches Neues Jahr. Auf das auch in 2008 Wünsche in Erfüllung gehen, Projekte erfolgreich beendet und Herausforderungen gemeistert werden.


Da die Sowatec AG auch Banken auf der Kundenliste haben, interessieren mich Themen aus dieser Branche natürlicherweise. Insbesondere Innovationen bzw. Analysen habe es mir scheints diese Woche angetan. Via dem Bank Channel wurde ich kürzlich auf einen interessanten aufmerksam: ein Rückblick auf die letzten Jahre mit einigen Anmerkungen für die Zukunft.Banken haben das Internet-Banking als Mittel aufgebaut, neue Geschäfte zu generieren bzw. neue Wege zu Offline-Kunden bzw. neuen Kundengenerationen zu finden. Effektivs Cross-Selling Cross-Border-Services für den Firmen- als auch das Retail-Kundensegment. Internet-Banking wird ausserdem genutzt, um profilorientierte Marketingkampagnen für die unterschiedlichen Produkte aufzusetzen.
Eine Zusammenfassung: weiterlesen »