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Sep28th

Unternehmen kommen um SOA nicht herum

Das jedenfalls belegt eine Studie der Gartner Group. Und sie versucht damit die Frage zu beantworten: Ist SOA nur Hype oder künftiger Erfolgsfaktor. Ich darf vorwegnehmen: hier wird ganz klar zugunsten von SOA entschieden. Massimo Pezzini, einer der führenden Gartner-Analysten, spitzt die Frage sogar noch zu: Es geht nicht mehr darum, ob Unternehmen SOA einsetzen werden, sondern wann. Bei dieser Frage sind die First Mover immer im Vorteil. Spätestens in fünf Jahren wird es jedes Unternehmen in Europa einsetzen.

In einem 30-minütigen Webcast erklärt Pezzini eindrücklich die Gründe für diese Entwicklung. Interessant dazu die Ausführungen zu den Best Practices, die von Fujitsu Siemens Computers beigesteuert werden.

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SOA wird durch einige Rahembedingungen vorangetrieben:

  • Durchdringung der vertikalen Märkte (Finanzdienste, Telekommunkation,Transport, Energie, Government)
  • Einsatz in unterschiedlichen geografische Sektoren (Nord-, Süd-, West- und Osteuropa)
  • Nicht nur in Grossunternhemen, sondern immer mehr KMU setzen auf SOA

Wichtigstes Ziel für alle, die auf SOA setzen ist der Zuwachs an Flexibiltät. Wie das geht, fasst Pezzini übersichtlich zusammen. Grundgedanke ist, dass sich Businessprozesse wesentlich agiler werden. SOA bewirkt, dass

  • Neue Anwendungen können schnell und einfach entwickelt werden
  • Geschäftsprozesse werden leichter und schneller angepasst
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibiltät werden erhöht

Geschäftsprozesse werden schlussendlich sichtbarer durch die Anwendung von Service-orientierten Archtitekuren. SOA ist die Umsetzung des Konzeptes des Real-Time-Unternehmens, wie das der Massimo Pezzini treffend verschlagwortet.

Einige gut gemeinte Ratschläge, wie ein Unternehmen erfolgreich auf SOA einschwenken kann, beschreibt er in der Sektion Best Practices. Die möchte ich gleichfalls kurz zusammenfassen:

  • Start small: Mit einem ersten erfolgreichen Projekt lässt sich der schrittweise Ausbau auf andere Bereiche im Unternehmen viel einfacher realisieren.
  • Governance: Organisation, Steuerung und Kontrolle sind zwingend
  • Kompetenzzentrum: Einführung und Umsetzung von SOA sollte von einer verantwortlichen Einheit kontrolliert werden.
  • Zusammenfassen: Existierende Anwendungen sollten als Services zusammengefasst werden.

Für SOA-Neulinge ist sicherlich interessant, was Pezzini als die Haupteigenschaften einer Service-Orientierten Infrastruktur (SOI) beschreibt.

  • Virtualized - alle Daten müssen für alle Anwendungen transparent zur Verfügung stehen
  • Dynamisch - Ressourcen werden den Anwendungen nach Bedarf zugeteilt
  • Automatisiert - Die Wartung und Pflege der Infrastruktur läuft automatisch und unabhängig von den Anwendern
  • Verfügbar - 24/7 ist Selbstverständlichkeit und muss garantiert sein
  • Optimal - Software und Infrastruktur müssen optimal aufeinander abgestimmt sein.

Ziel einer konsistenten SOI ist die Bereitstellung einer durchgehend gleichbleibenden Qualiltät von Services.

Sollte nach diesen Ausführungen noch jemand Zweifel an den Ausführungen des Gartner-Analysten haben: mich würde allein die Tatsache überzeugen, dass alle grossen Entwickler von Unternehmenssoftware - Oracle, SAP, Microsoft etc. - in wenigen Jahren ihre Entwicklungen an SOA angepasst haben.

Warum SOA mehr Hardware, leistungsfähigere Computer und mehr Datenspeicher braucht und welche Anforderungen die Umstellung auf SOA für die IT- Infrastruktur noch bedeutet, erläutert ausführlich CTO Dr. Joseph Reger von Fujitsu Siemens Computers.

Alles in allem ein rundum geglücktes und sehr informatives Video gerade für KMU und deren Management, die sich vor der grossen Frage gestellt sehen: Was anfangen mit SOA?

gefunden via CIO Online. (Hier kann man sich nach kostenloser Anmeldung den Film in Ruhe ansehen.)

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