Regelwerk

Der Blog zu Business Rules Management und Business Intelligence
Aug24th

SOA und Decision Services

Um die Grundlagen von regelbasierten Decision Services beim Einsatz von SOA (Service Orientated Architecture) geht es in dem hilfreichen Blogeintrag von Rajgo, den ich allen Neulingen des Themas nur wärmstens empfehlen kann. Den gliedert er in drei Teile, von denen er den ersten kürzlich veröffentlichte.

  1. Was muss man über Decision Services wissen?
  2. Die Implementierungsumgebung besteht aus Aktoren, Rollen, Technologien und Fähigkeiten. Was sind die typischen Herausforderungen beim Einsatz von regelbasierten Decision Services in einer SOA? The implementation landscape including actors and roles, technologies and skill sets.
  3. Nach welcher Art von Lösungen muss man suchen, wenn man einen Decision Service benötigt?

Wie steht es grundsätzlich um das Automatisierungspotential in Businessprozessen? Man muss zunächst festhelten, dass es viele Entscheidungen gibt, die einfach nicht automatisierbar sind. Personalentscheide gehören zum Beispiel dazu - oder Expansionsstrategien, Produktentwicklungen usw. Daneben gibt es aber durchaus Entscheide, die automatisierte werden können. Einige Beispiele:

  • Wie hoch ist der Schwierigkeitsgrad einer Supportanfrage?
  • Ist ein Antragsteller kreditwürdig?
  • Zu welchem Risikofaktor gehört der Antragsteller auf ein Darlehen?
  • Welcher Preisnachlass wird einem speziellen Kunden oder einer Kundengruppe gewährt?
  • Wie sollte eine Marketingkampagne strukturiert sein, um beste Ergebnisse zu liefern?
  • Wieviel Kommission sollte dem Verkaufspersonal gewährt werden?

Solche Entscheide lassen sich vortrefflich automatisieren. Natürlich ist die Sache mit der Automatisierung nicht ganz so einfach, wie es scheint. Denn mit der Entscheidung für eine Automatisierung der Entscheidungen allein ist es nicht getan. Rajgo geht auf die wichtigsten Nebenwirkungen einer regelbasierten Lösung kurz ein. Zum Beispiel, dass nämlich Regeln, die Entscheidungen vorantreiben sich ändern, wenn sich die Anforderungen an das Business ändern. Diese Änderungen müssen permanent Bestandteile der regelbasierten Lösung sein. Ausserdem können sich Regeln öfter und kurzfristiger ändern, als der Rest des gesamten Systems.

Eine Automatisierung der Entscheidungsprozesse sollte deshalb alle diese Änderungen der Regeln schon im Design berücksichtigen. In den Fachkreisen spricht man deshalb auch nicht einfach nur von der Automatation von Entscheidungen - sondern von einem Decision Change Management.
Für die Verwendung Rule Engine beim Decision Change Management - sprich für eine regelbasierte Lösung - hat der Autor die vier wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  1. Definition einer Benutzerschnittstelle (Service Interface) für die benötigten Entscheidungen.
  2. Verbindung dieser Service-Schnittstelle mit einer Rules Engine.
  3. Implementierung der Kritierien für die Entscheidungsprozesse als Regeln.
  4. Die Verwaltung dieser Regeln mit einem BRMS (Business Rules Management System)


Kompletter Artikel
bei Business Decisions in a Digital Enterprise

Ich bin schon sehr gespannt auf die Weiterführung dieser Zusammenfassung - Implementierung des Ganzen - und berichte selbstverständlich hier.

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