Business Services und Web 2.0
Bereits vor einiger Zeit haben sowohl BEA als auch IBM verlauten lassen, dass sie ihre Middleware-Produkte um Web-2.0-Funktionalitäten erweitern wollen. So sollen zum Beispiel sogenannte
Es geht beiden Herstellern weniger um das Aufspringen eines wie auch immer für überspannt gehaltenen Hypes im Zusammenhang mit Web 2.0. Viel eher darum, das social computing im Allgemeinen einen spielerischen Zugang zu akutellen Entwicklungen erlaubt. Die Art, wie künftig Anwendungen und Produkte entwickelt werden, lässt sich jetzt aktuell “erlernen”. Und diese Entwicklungen - allen voran Mashups und Wikis - besitzen ein enormes Potential für Business-Anwendungen.
Martin Banks setzt im Reg Developer zu einer deutlichen Mahnung zu dem Thema an: IBM und BEA - und alle Companies, die meinen, sie könnten auf diesen Mashup-Web-2.0-Zug aufspringen - vergessen dabei, wie diese social applications eigentlich entstehen und vor allem, wie sie funktionieren.
namely that none of the social software tools started life as a planned product with a defined sales cycle but rather emerged from small groups of people sharing a common view that “if we could do this it would be ‘cool’”.
Er ist der Meinung, IBM und BEA seien zu früh mit ihren fertigen Web-2.0-Tools für den Businessanwender. Die versprochenen Freiheiten, die sich den Anwendern im Office erschliessen, wenn sie all ihre Flickr’s, Bookmarksammlungen etc. zu unternehmensweiten Mashups verbraten - können heftige, vor allem ungewollte Auswirkungen auf die Unternehmen haben. Zum Beispiel nur die eine einzige Seite, die man niemals unterschätzen darf: die rechtliche.
No social applications building can really take place until the right generic set of policies are defined that can manage the potential anarchy.
Niemand, der heute die BEA- und IBM-Web-2.0-Werkzeuge kaufen würde, hat seine Copyrights neu überdacht oder wäre bereit, das zu tun. Für Martin Banks würde ein jetzt eingeführtes Mashupen in grossen Unternehmen die Gefahr von Anarchie hervorrufen. Womit er im Moment wahrscheinlich noch sehr Recht hat. Diesen Punkt vergessen die mitunter euphorisierten Verfechter von Business-2.0-Anwendungen leider. Social Software und Netzwerke einzuführen, bedeutet nicht einfach nur Software zu implementieren, sondern neue Kommunikations- und Veröffentlichungsmöglichkeiten, die genauso Regeln unterworfen sind, wie die althergebrachten Formen das waren.